Full text: Berthold, des Franciskaners deutsche Predigten, aus der zweiten Haelfte des dreizehnten Jahrhunderts

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rvsrost? Din. hertze wurde vil trürig und vil leidig und 
wunderlichen serc bcswert. Also leit ist ez im, den du 
verlügest. Dine fünde ist de; gitigen gclich, und halt vil 
böser an einem teil. Man git allen sundern büße nach 
gnaden. Ir Priester gebet allen sundern büße nach gotcs 
erbermede, wanne den gitigen und dem, der dem andern 
sin ere verlüget. Den zw ein sult ir aller gnaden eine nit 
tun, weder uf got, noch «f sine erbermede, noch «f sine 
miltekeit, noch uf sine güte, wann allein nach rehte. Nu 
waz ist reht? Da; ist ir reht: der gitige sol gelten und 
wider geben untz uf den hindersten Pfennig, als verrc 
ers geleisten mag; also sult ir dem lügcner in aller der 
werkte keine büße geben, wanne da; er in mit dem sel 
ben münde als schöne macke, als unreine er in gemäht 
hat. Er sol reht also sprechen: ich Hanes reht böslichen 
angelogen mit minem bösen mut willen und von ha; 
und von nidc. Oder da; du bin selbes lasier do mit 
bedeckest, oder in dewelher wise du in verlogen hast, in 
derselben wise soltu in entreden wider alle die 24) du 
in verlogen hast. Und ist e; als verre komen, da; ez 
der lüte viel wißent in der pfarre, so soltu an denr sun- 
tage vor allen kirchwarten da; selbe tün. O we! wie 
küme du da; gelüst. Siech, da von ist dine fünde bö 
ser banne de; gitigen, da; du vor schäme dine fünde nie 
mer so wol gebüßen mäht, als der gitige. Wanne stunde 
der gitige ietzunt uf und spreche: ich wil gelten und wi- 
24) s, v. ci. gegen alle, gegen welche du u. s. f.
	        

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