Full text: Berthold, des Franciskaners deutsche Predigten, aus der zweiten Haelfte des dreizehnten Jahrhunderts

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verdient. Als absolon, dem geschahen diese vier alle gar, 
da er sich verworhte an sinem vater Hern david. Ir 
iunge wcrlt, durch den alinehtigcn gvt, ernt vater und 
müter, und hütet uch vor dirre verdanipnisse; ob irs 
durch got nit wollet tun, so tüt daz ir in sint schuldig 
durch uwcrn jungen lip, da; ir bester langer lebent. — 
Daz ander gebreche ist: du solt dinen geistlichen vater 
ern; daz sint die Priester. Wanne die hat got selber ge- 
wirdigct und gcert über alle menschen, und da von sol 
in 9) der mensche ern niit Worten und mit werken, und 
gein in ufstcn, swo nian sie sicht. Ist ettelicher anders 
banne er solte, so ist sin ampt doch grozer eren wert. 
Und were ein ding, daz min frairwe sank maria uf er 
den were mit allen gotcs heiligen, und festen do schone bi 
einander, und ginge ein Priester zu in, sie solten gegen 
im ufsten. Wanne er tüt, daz sie allesampt nit getün 
mügcn. Da von hüte sich alle die werkt, da; man in 
iht leides tu. Sie sint uch gar zu starke an zu rechin 
mit ubeln dingen. Da; daz war si, daz crzügen wir 
mit dein künige faule. Der verworhte sich mit ungehor 
same, daz iu got verwarf zu einem künige. Do 10) ver 
mochte er sich an dem Priester, daz er im selber den tot 
dct. Da von sült ir ern uwern geistlichen vater den 
Priester. Ir sült auch ern uwer geistliche müter, daz 
ist die heilige eristenhcit; daz du dinen eben cristen erst, 
y) l „sie" 
ie) Hds. „de"
	        
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