Full text: Berthold, des Franciskaners deutsche Predigten, aus der zweiten Haelfte des dreizehnten Jahrhunderts

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danne alle die Fefrc vol nwi.8, und banne alle dine siede! 
volle körn es intb alle dine schrine volle schatzeö. Ich 
sprichc mcr: cz wer' dir halt nutzer, banne alle güldine 
berge, Wann srver biefen einigen helbeling hat, der hat 
die andern allesampt. Swann wer sins hertzen rüwe 
an göt hat geleit alleine, dem sink alle fünde unmcre, 
und hohfart und nit und haz und zorn, und rehte alle 
bosheii, und alles daz in voir gote gescheiden mag. Ir 
trenker, wer an lit uwers hertzens ruwe? Uw er eiu nn- 
chel teil, uch ist der helbeling eht gar türe; wanne btn 
hertze brennet zu allen zitcn nach wine; dez morgens da 
zur kirchen die nit erbiterr urogen, biz man die messe 
gar uz gelinget, er engee hin zu dem wine. Ist aber 
daz er blibet, nutze man den fegen git, so wirt im ofte 
und dicke so gach, daz er- niemer gar volle gestet, untze 
man den fegen gar volle getüt, wanne daz im der 
fegen hinden an den nak wirt. Pfi! du mohtest in 
doch under die äugen enpfahen. Da geizzest du sin 
dannoch gnüg dar allen den tag. — So lest der sins 
hertzen rüwe an tantzen und an unküsche. .Swar an du 
dines hertzen srüwe^ in aller der werkte leise, daz ist ein 
gcstüppe und ein niht, ane got alleine; ez si kink oder 
wip, Vater oder müter, bruder oder swcster, silber oder 
golt, bürge oder lant. „Wie bruder bertholt! wie mbH- 
ten wir nun kint oder swip^, muter und vater und an 
der unser frünt und gut gelazen? wir müßen freude und 
liebe dar zu haben." Siech! daz kan ich dich wol ge- 
lern, Mita eht mir volgen. Du sott kint und wip, va-
	        

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