Full text: Iwein

© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 213 
zum glück ahnte ich, ein gedieht das mit len zwischen hart- 
mannischen steht, zwischen dem ersten biichlein und dem 
Er ec, hl. 26— 28, teer de wohl auch von Hartmann sein: 
jetzt wird niemand daran zweifeln, obwohl sich der dichter 
nicht nennt. Hartmanns gepräge wäre unverkennbar, wenn 
er auch nicht eine stroplie eines seiner lieder fast wörtlich 
wiederholte, ich habe auch andere stellen an gemerkt die er 
nach seiner gewohnheit mehrmals anwendet. 
In dem ersten biichlein, ivenn nicht etwa mehr fehlt 
als die 6 Zeilen in den beiden unziveifelhaften lücken, sind 
abseknilie von 30 Zeilen so wenig anzunehmen als im armen 
Heinrich, das zweite biichlein enthält, worauf Lachmann 
mich aufmerksam macht, 27 mal 30 zeilen, wenn man die 
letzten 16 zeilen als geleit f ür sich bestehen läfst. mit den 
absätzen durch die ich ruhepunkte gegeben habe treffen 
meist die grofsen anfangs buchst ab en der handschrift zu 
sammen, die ich nicht bezeichnet habe weil ich hierin mei 
nen absclnäftcn nicht überall traute und weil ich keinen lo 
ser stören wollte, hat sich doch jemand gefunden der an 
meiner ausgabe des Erec, an der kenner genug tadelns- 
werthes finden miifsen, nichts auszusetzen wüste als die aus 
gerückten zeilen und dafs ich die beiden z nicht unter 
scheide. da ich auch dieses mal keine neuen buchstab en 
habe schneiden lafsen, so will ich wenigstens den ängstlich 
fragenden durch die Versicherung trösten dafs ich jene bei 
den laute in der aussprache würklich unterscheide. 
Briefe oder biichlein sind aus dem vierzehnten und 
fünfzehnten jahrhundert genug vorhanden, der, erste band 
von dem liedersaale des freiherrn von Lafsbcrg enthält ih 
rer eine ansehnliche zahl; andere sind z. b. ab gedruckt 
oder nachgewiesen im anzeiger für künde des deutschen 
ma. 1833 s. 39.125. 1838 s. 552. 1839 s.21ß. aber die drei 
büchlein im frauendienste Ulrichs von Lichtenstein, den 
markgraf Heinrich von Istrien zwischen 1215 und 1219 
lehrte an prieven tihten süeziu wort (frauend. 9, 17) waren 
bisher die ältesten die man von einem namhaften dichter 
kannte, in der form eines briefes sind lehren der rninne 
schon in einem gedickte des zwölften jahrhundeiäs abgefafst 
(Docen misc. 2, 306, vgl. Lachmann über den eingang des 
Parz. s. 3), so dafs auch diese gattung der poesie das drei 
zehnte jahrhundert von dem zwölften überkommen hat. aus 
der romanischen dichtkunst, die namentlich in den breus 
und letras der Provenzalen dieselbe gattung zeigt, diese 
form herzuleiten wäre mislich: sic liegt so nahe dafs sie
	        

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