Full text: Iwein

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schrieb, lebten der Auer und Gottfried schon längst nicht mehr: 
er setzt Eschenbach zwischen beide, der Auer folgt auf Hein 
rich von Veldehe, der die Eneit spätestens 1190 beendigte *) 
und vor dem Parzival starb, auf Gottfried der gleichzeitige 
Bligger von Steinach, dann Ulrich von Zetzighofen und Wir nt, 
und erst nach Urnen allen Fridank: dieser aber dichtete lange 
vor 1240, nämlich 1229 vor heiser Friedrichs II, rückhehr aus 
Palästina im sommer, noch schlimmer ergeht es in der Einlei 
tung zu Gottfried s, XI, XII dem Neidhart, den sie wenigstens 
um 50 fahr zu jung macht. . er wird von Wolfram im Wilhelm 
312,12 deutlich bezeichnet und mit namen genannt: Man muoz 
des sime swerte jehen, liet ez her Nithart gesehen über sinen 
geubiihel tragn, er begundez sinen friunden clagn. dieser Neid 
hart, den Wolfram um 1217 erwähnt (vgl. Walther s. 182), den 
der Marner MS. II. 173 a als längst verstorben behlägt (der 
Marner aber starb eher als Konrad von Würzburg (amg. 709) 
*) am 16. oct. 1190 starb landgraf Ludwig V. der milde von 
Thüringen auf Cypern (s. Wilhen, 4,287) und Hermann, 
seit 1180 pfalzgraf von Sachsen, wie ihn auch Heinrich nur 
nennt, ward landgraf. der dritte bruder, Friedrich, der 
erste graf von Ziegenhain, ist bis 1186 nachgewiesen, ist 
die in der anm. zu z. 4431 aufgesteilte vermuthung über 
Friedrich von Hausen richtig, verliefs er Deutschland im 
anfange des jahres 1189, so ist das gedieht, auf dessen fa- 
bel er MS. I. 91 b anspielt, nicht jünger als von 1188. wei 
ter als 1184 kann man aber die Vollendung des selben nicht 
zurück schieben; denn z. 13025 ist von der schwertleite 
könig Heinrichs und herzog Friedrichs, der söhne keiser 
Friedrichs I, die rede, die pflngsten 1184 zu Mainz gefeyert 
wurde, neun jahr vor dem bcschlufs war schon der gröfsere 
theil der Eneit geschrieben und ward dem dichter damahls 
entwandt, bey der Vermählung des landgrafen Ludwigs mit 
einer gräfln von Cleve, die zwar kein geschichtschreiber 
nennt, aber Heinrich als ihr landsmann ist ein vollgültiger 
zeuge. — über landgraf Ludwigs gemahlin s. noch Wilken 
4, Beylage s. 17 unten. — die hochzeit war also nicht vor 
1175 und nicht nach 1181 (oder zufolge der vermuthung 
über Friedrich von Hausen nicht nach 1179). graf Hein 
rich von Schwarzburg, der das buch nahm und nach Thü 
ringen sandte, kam den 25. julius 1183 zu Erfurt um. — 
die sich selbst ividersprechendc anmerkung Müllers zu sei 
nem abdruck, aus welcher der literarische grundrifs s. 219 /• nd.Af/A. 
sich gerade das ganz unbegründete heraus wählt, beruht auf 
einer misverstandenen imtersuchung von Eccard in der hist, 
geneal. princip. Sax. super, s. 331. — die Verweisung Hoff- 
manri's (Fundgr. I. 226) auf die Berliner monatschr. XXVII. 
s. 405...427 ist überflüssig, weil dieser unbedeutende auf- 
satz von Biester nichts neues enthält.
	        

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