Full text: Iwein

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© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 213 
cignis, das uns schon manig mahl mit jammet erfüllt hat, mufs 
morgen nhermahls uns das herz zerr cifsen. 
6350. unt solde mit in hän gestriten] vgl. die anm. zu 
z. 3243. 
6354. niuwan ahzehen jar] im englischen Iwein (3026) of 
fourtene yeres of elde, [ Chrcticn s. 196 b qui n’avoit pas passe 
xv anz.] 
6363. über den eit aufser item eide, den er schwören mufste. 
6369. unt gesigete aber J unde steht, nach dem gewöhnli 
chen gebrauche, vor einer fragweise ausgedrückten bedingung, 
gehört also hier nicht zu aber, über das gleich folgende so aber 
vgl. die anm. zu z. 567. 
6372. diu. rede ist leider äne tröst das ist aber nicht zu 
hoffen, vgl. die anm. zu z. 4319. 
6379. wir leiten riuweclighe jugent] so sagte man laster, 
minne, leben, andaht, wapenleiten: Trist. 16581. 18276. 18354. 
18S30. W. Tit. 72, 1. 
6398. von dem pfunde] dafs pfunt geht ist sieht man leicht; 
schwer ist zu sagen wie viel. im englischen Iwein (3053) lau 
tet die stelle 'for the best that sewes her any styk takes bot 
four penys in a wik (week). [ Cliretien s. 197 a ne ja de l’oevre 
de nos meins n’aura chascune por son vivre que quatre deniers 
de la livre: et de ce ne poons nos pas assez avoir viande et 
dras. et sachiez bien tout a estroux, que il n’i a cele de nos 
qui ne gaaint vint deniers ou plus: et nos somes en grant 
poverte, so ist gedruckt, offenbar lückenhaft.] 
6403. dürftiginne] die alte spräche bildete aus dem posi 
tive, comparative, Superlative einiger adjective schwache männ 
liche substantive: ein blinde Barl. 378, 27. MS. II. 224 a. ein 
stumbe Iwein 481. 2259. ein tumbe, ein zage (das adj. MS. II. 
246 a. ein zager muot), ein heidene, ein heriro, herre, ein na- 
histo. diesen stehen zum theil weibliche auf inne zur Seite, ein 
heidenin, ein heideninne, ein dürftigin (icline han gesunt noch 
gesin, ich bin ein lame dürftegin Keiserchr. 15 c.). die neuere 
spräche hat, herr und herrin ausgenommen, beide bildungcn wie 
der aufgegeben. — in Hinsicht auf die bedcutung sind ‘ich bin 
dürftec’ und 'ich bin ein dürftige’ sehr verschieden, ein dürftige 
heifst derjenige, der aufser stände ist selbst sich den nöthigen 
lebensunterhalt zu verschaffen, oder auch, als büfsender, als 
pilger, in freywilliger armuth lebt, so in den folgenden stel 
len: Genesis (Fundgr. II. 53,38) wane, ich und din muoter 
iouch dine bruodere noch hie in erde din dürftig werden, müs 
sen deiner gnade leben, a. Heinr. 427 ich bin din dürftige jetzt 
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