Full text: Iwein

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mundarten des dreizehnten Jahrhunderts ein, als es weiter kein 
betontes kurzsylbiges bi mehr gab (Gramm, II. 721). Otlolr. 38a 
Cecilie slnes erbes: er wist niht sö bederbes. Ulrich MS. II. 
42 a bederbe man guot wip bedenken sol. MS. II. 239 b daz in 
kein bederber schelte, wiewohl in der letzteu stelle der vers 
einen fufs weniger und mithin die form biderber verlangt, in 
Bertholds 'predigten steht oft genug blder man, biderber ritter, 
aber mit bederben dingen s. 294 und die bederbe s. 333. bey 
Boner findet man 62, 85 auch gederbe : erbe, wird die nega- 
tion un vorgesetzt, so verliert bi durch sie seinen accent. in 
Otfrids versen I. 18, 57. II. 2, 44. IV. 5, 29- 26, 102 dürfte man 
zwar eben so wohl nmbitherbi lesen als nmbitherbi, dafs aber 
nur das letztere richtig ist, zeigt Notlcers e, ps. 54, 3 umbederbe, 
wie Hartmannes und Ulrichs reim erbe : unbederbe Iw. 7287. &u<-ky}i 
Lanz. 4699. auch das schwache verbtim bederben wird auf der 
mittelsten sylbc betont: Barl. 82,-17. Mart. 93. amgb. 5.15, 350 
(l. alle kunst ist guot da man ze guote ir bederbet: unverderbet). 
in dem verbum bederben, welches schon Kero braucht (bi- 
derban) und in unbederbe erhielt sich die ursprüngliche bedeu- 
tung: nütze seyn, nützlich machen, benutzen, unnütz, auch das 
adjectivum lieifst bey K. T. und 0., desgleicheti bederbe bey 
Ottokar nützlich: so auch noch bey Walther 28,19 bi derbe mit 
für (ivie ‘gut für eine krankbeit’) verbunden, aber weit häufi 
ger hat es die abgeleitete bcdculung brav, bieder (schon Willi- 
rum übersetzt damit fortis), und dann vornehm im gegensatze 
zu boese niedrig, von gemeinem stände, wobey der begriff von 
wirklicher treffiiehheit, so wie bey boese der begriff von schlecht- 
heit, ganz verschwinden kann: s. Waith. 28, 26 (die selben ma- 
chent uns die biderben ane schämen cs die herren) MS. II. 
130 b. a. Heinr. 412. vgl. anm. zu z. 1927. 7360. 
3757. daz si des beidiu zseme, twein sowohl als die gree- 
vinne. 
3763. mit einer liitzelen kraft mit wenig mannschaft. 
3771. da auf der Seite, auf welcher er zu seiner bürg floh. 
3773. so stechel] für das cli in stechel spricht N. Cap. 147, 
wo zwar steccheliu geschrieben war, aber das erste c ausra 
diert ist. 
jf 378^. undir verwüestet het ir lant] statt unde der er ver- 
wüestet het: eine gewöhnliche art das persönliche pronomen 
statt des relativm zu brauchen. 
3785. nie riter mere vgl. die anm. zu z. 355. 
3796. ofte unt dicke oft und schnell hinter einander: ge- 
yedere schachblicke die hugen da snedicke Trist. 10961.
	        

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