Full text: Iwein

© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 213 
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verwerfen, obgleich es in allen Handschriften steht, einer der 
ältesten Schreiber mochte aus versehen z. 3475. 76 versetzt und 
so die ungeschickte besserung veranlagst haben, mag seyn auch 
dafs ein wohlmeinender leser sich gedrungen fühlte am rande 
einzuschärfen dafs so etwas ja stillschweigend geschehen müsse. 
34S2. da zuo unt man irz verbot besonders, da man ihr 
es verboten hatte: ein eingeschobener satz. die causale beden- 
tung von unt ist durch die Wortfolge angegeben. 
3483. den willen, (s. anm. zu 3346) dafs es sie selbst 
nicht genug gedäucht hätte, wenn es sechs mahl mehr gewesen 
wäre. 
3503. unz in diu salbe gar ergienc ihn ganz durchdrang: 
Trist. 7275. 13327. 
3504. under ze sinnen gevienc] vgl. die anm. zu z. 674. 
3517. mir hat getroumet michel tugent] so alle hand- 
schriftcn, aber z. 3577 ist mir getroumet min leben? so tvie 
Waith. 124,2 ist mir min leben getroumet, oder ist ez war? 
Bb lesen zwar 3577 wie stet ez sus umbe min lebn, aber 3568 
mit den übrigen als ez im getroumet waere. ein gewisser un 
terschied zwischen haben und sin läfst sich in solchen pillen 
nicht verkennen. 
3538. widerbot 5. Wigal. s. 751. 
3539. die was ich ungerne ane vgl. Genes. Fundgr. II. 
22, 7. Parz. 27, 19. 61, 11. 
3544. nu waz mÖhte mir geworren was hätte ich länger 
für noth. 
3545. ungaffet : schaffet MS. II. 124«. geaffet: geklaffet 
alid. wähl. 3, 201. gealfet: gesell affet Stricker 7, 79. effen : tref 
fen troj. 17 c. 18 c. 
$572. min relit meinen stand, hat mich aus einem bauern 
zum ritter gemacht: vgl. Wigal. s. 687. 
3601. als si da viir waere gesant voraus geschickt: Nib. 725, l. 
3604. viir sich riten gerade aus reiten, weiter reiten: vgl. 
anm. zu z. 1701. 
3613. dafs Hartman schrieb wie hier gedruckt ist, leidet 
keinen zweifei; die b edeu tung der Wörter geyerte, unge verte 
n. iv. aber mufs mit genauer aufmerksamkeit aufgefafst werden. 
so gewöhnlich sie in der ältern spräche sind, so gänzlich ver 
schwunden sind sic in der heutigen: e das gefert eines tveines\ 
das in der gerichtssprache Obersachsens noch gebräuchliche l un- 
fertigkeiV erinnert noch kaum an den frühem Sprachgebrauch. 
3620. si reit dar, gehabt im bi] unde verträgt der vers 
nicht, weil man nicht reit dar betonen darf; es ist aber auch 
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