Full text: Gudrun

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135. Da? liute in wolte vähen: ir herre da? gebot. 
dö ftuont er in ze nähen, des kämens in grö?e not. 
er holte bi dem häre wol dri?ic in die ünde. 
diu kraft fines libes wart den pilgerinen harte künde. 
136. Haeten? niht gefcheiden diu minniclichen kint, 
den heit von Garadie het er erflagen fint. 
fi wären im geliche die armen zuo den heren. 
die felben fchifliute muoften dö gen Irlande keren. 
137. Ilen fi begunden, da? fi nfht würden vlorn. 
wan fi muoften vürhlen des jungen Hagenen zorn. 
tage fibenzehene fi vil unmüe?ic wären. 
fi vorhten in al gemeine: wan fi fähen in übele gebären. 
138. Dö er begunde nähen in fines vater lant 
(die vil witen bürge hete er e bekant), 
einen palas höhen kos er bi dem vluote. 
driu hundert türne fach er dä vil vefte unde guote. 
139. Dar inne was her Sigebant und ouch fin edel wip. 
die pilgerine muoften forgen umbe ir lip, 
obe ir würde innen der ü? Irriche, 
da? er fi alle flüege. da? underftuont Hagene lobeliche. 
140. Dö fprach zuo den geften der waetliche man: 
»ich wil e? gerne füenen. fwie ich niht enhän 
gewaltes hie ze lande, ich wil dar boten fenden 
und wil ha? den alten mit iü und mit dem künege gar verenden. 
141. Der nü welle dienen an mir michel guot, 
diu maere, diu ich enbiute, fwer da? gerne tuot, 
der diu faget dem künege, dem gibe ich golt da? riche. 
jä lönet im vil gerne min vater und min muoter richliche.« 
142. *J* Der pilgerine zwelve hie? er riten^dan. 
»nü faget deme künege,« fprach der junge man, 
»obe er welle Hagenen finen fun fehen, 
an dem von einem grifen im herzen leide waere gefchehen. 
143. Ich wei? wol, fin geloubet der edele künic niht. 
fö vräget mine muoter, ob fi des vergiht 
da? fi mich danne welle haben ze einem kinde, 
ob fi ein guldin kriuze vor an miner brüfte vinde.« 
144. Die boten riten dannen nähen in da? lant. 
dä fa? in einem hüfe vrou Uote und Sigebant. 
do erkante er, da? fi vüeren dä her von Garadine. 
e? wären fine vinde. dar umbe zürnt der wirt und ouch die fine.
	        

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