Full text: Gudrun

© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm 
41 im 
391. Do bat in ir gewinnen da^ fchoene magedin, 
da£ e; ane ir vater wi^en vil tougen folte fin, 
noch da£ ir muoter Hilden ieman Taget da^ msere, 
da^ er als tougenliche in ir kemenaten waere. 
392. Ein gevüeger kameraere der erarnte den folt. 
da^ Ti im gap ze miete, da£ was rot golt, 
lieht unde tiure zwelf bouge Twaere, 
da^ der Tanges meifter ze äbende in ir kemenaten waere. 
393. Er warb e£ tougenlichen. ja vreute Tich der man, 
da£ er Tö guoten willen da ze hove gewan. 
er was von vremeden landen gevaren nach ir minne. 
durch die Tine vuoge truoc Ti im wol holde Tinne. 
394. Si hie£ ir kameraere vor dem hüTe ftan,' 
da£ nieman Tolte nach im dar in gän, 
unz Ti vol gehörte die wiTe, die er Tange. 
da was manne nieman, wan er unde Mörunc der junge. 
395. Den heit bat Ti Tizen. »ir Tult mich hoeren län,« , 
Tprach diu maget edele, »da^ ich e vernomen hän.* 
des lüftet mich vil Tere. wände iwer Itimme 
diu ift vor aller vreude ob aller kurzwile ein gimrne.« 
396. »GetörTte ich iu fingen, vil fchoene^ magedin, 
da£ mir dar umbe naeme niht da£ houbet min 
iwer vater Hagene, mir Tolte niht verTmahen 
fwa^ ich iu möhte dienen, waeret ir mines herren lande nahen.« 
397. Do huob er eine wife, diu was von Amile. 
die gelernte nie kriTten menTche Tit noch e, 
wan da£ er Ti hörte üf dem wilden vluote. 
da mite diente Hörant ze hove der Tnelle degen guote. 
398. Do er die fließen wife ze hove vol gefanc 
dö fprach diu maget fchoene: »vriunt, du habe danc.« 
Ti gab im abe ir hende: niht goldes was fö guotes. 
Ti Tprach: »ich löne iu gerne, des bin ich iu vil williges muotes.« 
399. Si gab im des ir triuwe mit willen an die hant: 
getrüege Ti immer kröne und da£ Ti gewänne laut, 
da^ man in verrer künde niht vertriben, 
wan zuo ir bürge, da möhte er mit eren wol beliben. 
400. Swa£ im diu vrouwe büte, des wolte er niht, 
wan einen gürtel: »des man mir vergiht, 
da r £ ich Ti behalten, maget vil minnecliche. 
den bringe ich minem herren, fö ift er miner maere vreuden riche.«
	        

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