Full text: Gudrun

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292. In burgserc mä^e fach man üf dem ftade ftän 
fehzic oder mere der waetlichen man. 
von Tenemarke Fruote meifter was dar under. 
ouch truog er besser kleider danne ieman da befunder. 
293. Der ftat rihtaere von der burc zc Baljän, 
durch da£ er die gefte fö riche da gewan, 
mit finen burgasren reit er da fi vunden 
die fpaehe koufliute. die gehabeten fich fö fi befte künden. 
294. Der rihtaere vrägte, von wannens über fe 
dar gevaren waeren. »got bewar iuch immer me,« 
als fprach der degen Fruote: »unfer lant lit verren. 
wir fin koufliute und haben in dem fcheffe riche herren.« 
295. Her Wate iefch gedinges des landes herren biten. 
man mohte da wol kiefen an finen heren fiten, 
des fin gewalt geruohte, da^ er da grimme waere. 
Hagencn dem künege brähte man die gefte mit dem maerc. 
296. Er fprach; »min geleite unde minen vride 
den wil ich in enbieten. er büe^et mit der wide, 
der an iht befwaeret die unkunden herren. 
des fin äne forge: in fol in minem lande niht geworren.« 
297. Dem künege fi do gaben wol tüfent marke wert 
an riehen kleinäten. er hete niht gegert 
gen einem pfenninge, wan da£ fi liefen fchouwen 
fwa; fi da haelen, da^ wol gezam rittern unde vrouwen. 
298. Her Hagene dankte fere. er fprach: »und fol ich leben 
drier tage ftunde, da^ fi mir hänt gegeben, 
da^ wirt den minen geften alfö vergolten, 
hänt fi ihtes gebreften, da£ ich immer mere bin befcholten.« 
299. Der künec begunde teilen da£ im was vür getragen. 
bouge drunder lägen, die mohten wol behagen 
den minniclichen vrouwen. die horten alfö riche, 
fchappel unde vingerlin diu teilte do der wirt vii^icliche. 
300. Sin wib und ouch fin tohter heten wol gefehen, 
da£ fo riche gäbe feiten was gefchehen 
von keinen koufliuten in des küneges landen. 
Wate unde Hörant aller erft ze hove ir gäbe fanden. 
301. Sehzic richer pfelle, die beften die man vant, 
und vierzic figeläte truoc man üf den fant. 
purpur unde baldekin hete man unwert vunden. 
fi gäben hundert fabenc die beften, die fi vinden künden.
	        

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