Full text: Gudrun

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262. Her Hetele fprach: »nü ritet heim in iwer lant. 
ir dürfet niht verkoften üf ros noch gewant. 
allen, die iu volgcnt, den gibe ich Jfolch gezouwe, 
da? iuch wol mit eren mac gefehen ein ieslichiu vrouwe.« 
263. Do reit mit urloabe Wate in Sturmlant. 
Hörant unde Fruote die kerten fä ze hant 
hin ze Tenemarkc, da fi hieben herren, 
fi gedähten fich mit dienfte dem künic Hetelen geverren. 
264. Do tete finen willen da heime Hetele fchin. 
e? wurden vii unmüe?ic die zimberliute fin. 
finiu fchif fi worbten fö fi hefte künden. 
die wende zuo den ftoe?en wurden mit filber wol gebunden. 
265. Die maftboume wurden vefte unde guot. 
do bewant man diu ruoder rot alfam ein gluot 
mit dem liehten golde. der herre was riebe. 
do fi varen folten, fi bereiten fich zer vart lobeliche. 
266. Ir ankerfeil wurden da her von Arabe 
gevüeret harte verre, da? man fit noch e 
deheiniu alfö guoten nindert vinden künde. 
defte ba? fi vuoren von Hegelingen üf den tiefen ünden. 
267. Do worhte man die fegele fpäte unde vruo. 
der künic hie? des ilen. do weite man dar zuo 
von Agabi der fiden die beften, die fi vunden. 
vil unmüe?ic \vären die fi würken folten an den ftunden. 
268. f Wer mag uns da? gelouben, da? man ü? filber guot 
hie? die anker würken? des küneges gernder muot 
ftuont nach höher minne. er machte manegen man 
vil gar unmüe?ic, dö er fin gahen began. 
269. Gedillet und geträmet diu fchif man dö vant 
gen wetere und gen ftrite. fchiere wart gefant 
nach den, die varen wollen nach der fchoenen vrouwen. 
dar zuo bat man nieman, wan den der künic mohte wol getrouwen. 
270. f Wate reit von Stürmen da er Hetelen vant. 
fin ros giengen fwaere von filber und gewant. 
vier hundert manne vuorte er mit im dan. 
Hetele der biderbe vil küene gefte gewan. 
271. Mörunc der fnelle da her von Friefen reit. 
er bräht zwei hundert degene. dem lünege wart gefeit, 
da? fi körnen waeren mit heime und mit brünne. 
vil fchiere kam ouch Irolt. ja waren fi Hetelen künne.
	        

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