Full text: Touristen-Führer für Cassel und Wilhelmshöhe sowie die nähere und weitere Umgebung

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Burg stammt aus dem 13. Jahrhundert Einer der Türme wird 
als Försterwohnung benutzt; auch die Schlosskapelle ist noch vor 
handen. Rückwanderung über das Gut Hunstadt nach der Eisen 
bahnstation Görzhain—Ottrau, 2 1 /,, Std. Ein weitaus schönerer 
Weg ist der folgende, doch ist derselbe nur geübten, ganz sicheren 
Touristen anzuraten, da jede Markierung fehlt. Gleich hinter 
Gehau bei dem Wegweiser auf den Ottrauer Weg. Nach 5 Min. 
rechts ab. Wo sich der Fahrweg nach 1 / 2 Std. entschieden nach 
rechts wendet, verlasse man ihn und gehe geradeaus (ein Forst- 
garten bleibt.links» durch die sehr steile Schneise weiter. Auf der 
Höhe, nach ca. 10 Min. Steigens, legt sich ein breiter Fahrweg 
vor; auf diesem 20 Min. nach rechts und dann den schlechten 
Waldweg links ab nehmen. Der letztere zieht sich noch mehr links, 
aber schon nach wenigen Schritten halte man sich bei allen Ab 
zweigungen und allen zweifelhaften Stellen stets rechts, immer 
mäßig bergab. Im Talgrund scharf rechts, immer an einer Wiese 
her, bis sich, nach ca. 25 Min. im Ganzen, wieder ein Fahrweg 
vorlegt; auf letzterem links und in 25 Min. nach Görzhain. Vom 
Dorfe noch 20 Min. bis zur Eisenbahnstation Ottrau. 
Von Gehau auch in 3 Std. nach der Eisenbahnstation Alsfeld. 
Grossherzogl. hessische Kreisstadt mit 4000 Einwohnern und reger 
Industrie. Von Alsfeld im hübschen Schwalmtale in 6 Std. nach 
der Eisenbahnstation Treysa. Bei Schrecksbach schöne Ruine. 
209 IKandsburg. 
Nach der Haltestelle der Main—Weser—Bahn Schlierbach. Von 
hier in x / 2 Std. auf die dicht dabei liegende Landsburg mit schöner 
Aussicht. Unbedeutende Burgruine und Aussichtsturm. (Der 
Besuch ist am besten mit einer Knüll-Tour zu verbinden.) 
210. Stoppelsberg 
Per Bahn nach Neukirchen (Station der Bebra—Frankfurter 
Bahn) und von hier in 3 / 4 Std. auf den Stoppelsberg mit Burg 
ruine und herrlicher Aussicht. Besonders schön der Blick auf die 
Rhön mit ihren zahlreichen Bergen und Kuppen. Abstieg süd 
westlich nach Wehrda, mit Schloß, 1 Std. (Im Anschluss an eine 
Knülltour.) 
211. Dreienberg. 
Von der Bahnstation Hersfeld in 2st 2 Std. nach Friedewald. 
Flecken in schöner, waldiger Umgebung mit 1100 Einwohnern. 
(Seulingswald.) Das zerstörte Schloß wurde im 7jährigen Kriege 
von 60 Jägern gegen 8000 Belagerer verteidigt. In Friedewald 
auch im Oktober 1551 Bündnisschluß des Kurfürsten Moritz von 
Sachsen und des Landgrafen Philipp von Hessen mit König Hein 
rich II. von Frankreich gegen Kaiser Karl V. Dicht bei Friede-
	        

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