Full text: Touristen-Führer für Cassel und Wilhelmshöhe sowie die nähere und weitere Umgebung

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Im Dorf Itter kürzender Fußpfad nach links, später auf der 
Chaussee nach rechts in 20 Min. zum Bahnhof Itter. 
Jenseits des Bahnhofes, noch 20 Min. weiter, in schöner Lage 
das Dörfchen T h al- Itter, überragtvon den Trümmern einer Burg*). 
Sehr zu empfehlen ist die Wanderung durch das außerordentlich 
schöne und liebliche Jttertal abwärts noch bis zur Eisenbahn-Sta 
tion Herzhausen 1 Std. Nicht allein die ganze vorstehende Tour 
ist sehr empfehlenswert, sondern es lassen sich auch noch folgende 
durchaus lohnende Erweiterungen anschließen. (8i6he die betr, 
Routen.) Bon Thal-Itter über Marienhagen, Böhl, Basdorf, Nie- 
der-Werba nach Waldeck, gute Straße. Bon Herzhausen nach Kirch- 
Lotheim, Schmitt-Lotheim, nach Bringhausen im Orke-Tal. Bon 
Herzhausen nach der Eddertal-Sperre. — Von Arolsen die ver 
schiedenen Wege nach Naumburg und Schloß Waldeck. Ueberall 
gute Fahrstrassen. 
204—208. Knüll. Krrüllköpfchrn, Gfretal, Hrrzburg, Hrrs- 
frld mit Umgebung. 
Rer Knüll ist ein kleiner, für sich bestehender Gebirgsstockjj 
Das Gestein besteht hauptsächlich aus Buntsandstein, welcher 
von Basalten gehoben und durchbrochen ist. Die Hänge sind mit 
schönen Weiden, Wäldern und Wiesen bedeckt. Per Bahn nach 
der Eisenbahnstation Frielendorf. Hier aus der Brücke über die 
Geleise und vor den Gewerkschaftsgebäuden rechts; dann in 1 1 / i 
Std. nach Ropperhausen. Bei den ausserordentlich schlechten 
Bahnverbindungen werden gute Fussgänger den Zugang von der 
Station Zimmersrode über Neuenhain und Todenhausen nach 
Spiesskappel**), 2 Std., vorziehen, um von hier aus ebenfalls in l x / 4 
Std. nach Ropperhausen zu wandern Jenseits Ropperhausen 
nehme man nach 10 Min. bei dem betr. Wegweiser links ab den 
Weg nach dem Gute Kämmershagen, % Std.; von dort nach 
rechts aus das Knüllköpfchen in x / 2 Std. Kürzer und angenehmer 
wird der letztere Teil des Weges, wenn man x / 2 Std. hinter dem 
oben erwähnten Wegweiser rechts ab (nach Fassierung der Tele 
graphenstange 48 und durch ein Drehkreuz hindurch) über eine 
umzäunte Hute geht. Dem schlechten Wege folgend***), später einige 
Zeit längs eines Drahtzaunes (besser zwischen den beiden 
Zäunen) immer gerade aus, erreicht man in Std. über 
das vorliegende Gehöft (Wirtschaft) das schon von weitem sicht 
bare, kahle Knüllköpfchen. Große, ausgedehnte Fernsicht. 
*) Von der Ruine beschränkte, aber sehr schöne Aussicht. 
**) Südwestlich der Spiess: ein alter, runder Turm; einst Grenzzeichen, 
Zollstätte, Gerichtsstätte; auch Landtage sind da gehalten. 
***) Richtung: auf den Ausschnitt in der Bewaldung los.
	        

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