Full text: Touristen-Führer für Cassel und Wilhelmshöhe sowie die nähere und weitere Umgebung

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nicht links, sondern scharf nach rechts und nach wenigen Schritten 
den Fußpfad links bergan in den prächtigen Buchen-Hochwald, 
! (8og. „Alterwald“) nehmen. Der Fahrweg nach 24 Min. wird 
überschritten.*) Nach 1 Min. erst etwas nach rechts geradeaus; 
dann, nach 3 Min., bergan — zwischen links Fichten, rechts einem 
Forstgarten — geradeaus in 6 Min. zur Höhe. (Da einige sehr 
alte Grenzsteine: Das Mainzer Rad, der waldecksche Stern, der 
Blumenzweig der Herren v. Elben, der hessische Löwe.) Von hier 
immer langsam bergab, dem Wege folgend, in schöner waldiger 
Umgebung und mit hübschen Blicken auf die Waldecker Berge in 
1 /2 Std. nach Königshagen. 
Von Königshagen über Bergheim**) (Dark mit kleinem Schlöss 
chen), und Giflitz***) in 2stz Std. nach der Bahnstation Wildungen. 
Von Königshagen auch schöner Fahrweg über das Buttlar'sche 
Jagdhaus nach dem Gute Waldhof, l Std. Von hier entweder 
wieder nach Naumburg, 1 Std., oder über Elben, Elberberg und 
Merxhausen nach der Stalion Sand, 2 Std. Von Elberberg auch 
in 1 Std. nach Riede, Dorf mit Schlösschen der Herren v. Buttlar. 
Von da auf den Klauskopf wie folgt. Am Ende von Riede zwischen 
schönen, alten Linden hindurch den breiten Fahrweg nehmen. Nach 
8 Min. rechts ab auf den schmalen Weg. Nach 2 Min. erst nicht 
rechts, gleich daraus nicht links, sondern mehr gerade aus, mäßig 
bergan und in 15 Min. zur ein wenig nach rechts liegenden Höhe. 
Vom Turm (Schlüssel zum Turm im Wirtshaus zu Riede zu er 
fragen) prächtige, großartige Aussicht. 
Von Riede über die Dörfer Kirchberg****) und Gleichen nach der 
Station Gudensberg in 2 J / 2 Std. Schattenlose Landstrasse, doch 
stets in schöner Umgebung. 
Von Riede ferner über Lohne nach der Station Fritzlar 2st 2 Std. 
Interessante, alte Stadt. Die ersten Ansänge sollen schon aus 
der Zeit des hl. Bonifatius herrühren. Fritzlar hat eine bewegte 
Vergangenheit. Die Stadt wurde 774 von den Sachsen zerstört. 
König Konrad I. (gest. 918) stammte aus einun in Fritzlar an 
sässigen Grafengeschlechte; auf dem Reichstage wurde da 919 
auch Heinrich I. zum deutschen Könige gewählt. Später Mainzisch, 
wurde Fritzlar infolge eines Streites mit dem Erzbischof von dem 
Landgrafen Konrad von Thüringen 1232 wieder völlig zerstört; 
auch brachten der 30jährige und 7jährige Krieg der Stadt barte 
Drangsale. Als die Stadt durch den Lüneviller Frieden an Kur 
hessen kam, wurde das reiche geistliche Stift säkularisiert. 
*) Rechts geht es nach dem Dorfe Böhne. 
**) Vor dem Dorfe prächtiger Blick in das Edder-Tal. 
***) Gleich hinter Bergheim, nach Passierung der Edder-Brücke, kürzender 
Nebenweg, resp. Fusspfad, nach Giflitz. Unterwegs schöner Blick auf Schloss 
Waldeck. 
****) Dicht bei Kirchberg der kahle Mordberg; Besteigung kaum lohnend.
	        

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