Volltext: Touristen-Führer für Cassel und Wilhelmshöhe sowie die nähere und weitere Umgebung

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links nehmen*), gleich darauf wieder rechts ab und nun diese 
schöne Chaussee, welche sich um den links liegenden Schorn 
herum zieht, 3 / 4 Std. fest halten. Dann, vor dem Distriktstein 112, 
rechts ab den Fußpfad über die Wiese nehmen, und in 10 Min. 
zum Gasthaus am StellDerg. 
Vom Gasthaus mit stets prächtiger Aussicht in das Tal nach 
der Eisenbahnstation Guxhagen: entweder nach rechts über Wolle 
rode in P/4 Std.; oder (besser) auf der Chaussee nach links und 
nach 5 Min. rechts ab im Bogen über Ober-Albshausen in 
l 1 /* Std. Von, Gasthaus auf der gleichen Chaussee ebenfalls 
nach links erreicht man nach 20 Min. die Stelle, wo rechts der 
Weg nach Eiterhagen abgeht; von da noch ca. 3 / 4 Std. Von 
Eiterhagen im schönen Mülmischtal nach der Eisenbahnstation 
Röhrenfurth oder Körle, lohnende Wanderung ca. 2 1 / i Std. 
Man kann auch, bei genügender Zeit, von Guxhagen über 
Breiteuau auf gutem Fahrwege nach der Eisenbahnstation Grifte 
wandern 3 / 4 Std. Das Kloster Breiteuau wurde vom Graf Werner IV. 
von Gudensberg gegründet, nachdem angeblich durch nächtliche 
Lichterscheinungen und himmlische Gestalten die Baustelle beztich- 
net worden war, und ist später aufgehoben worden. Breitenau 
ist jetzt Strafanstalt; der Kirchenbau immer noch beachtenswert. 
60—63. Meißner (Kitzkammer, Viehhaus, Casseler Stein, Luät- 
häuschen, Casselkuppe, Oalbe, Schwalbental, Seesteine, Frau Hol- 
len-Teich, Friedrich-Stollen) HöUerrlal, Knurrn erb acher Höhle, 
Riedenbnchtal (teilweise mark. Wege). 
Der Meissner, der höchste — der König — der hessischen 
Berge, ist ein in jeder Hinsicht interessanter Bergstock. Sein 
Gipfel bildet ein 6 km langes, 3 km breites Plateau, welches von 
Wiesen und Wald bedeckt ist. Früher wurde auf Kohlen lebhafter 
Bergbau betrieben, der jetzt gänzlich eingestellt ist. Der Meissner 
verdankt seine Entstehung Basalten, welche die älteren Schichten 
gehoben und durchbrochen haben, und ist deshalb sein geologisches 
Profil sehr bemerkenswert. Auf den Plateau-Wiesen findet sich 
eine seltene Flora; die Hänge sind mit schönen Waldungen be 
deckt, welche angenehme Spaziergänge bieten und die Aussicht 
von der Calbe ist allerersten Ranges. Auch viele Sagen knüpfen 
sich an den Berg. 
(Ueber die endgültige Regelung der Wirtschafts-Verhältnisse 
auf Schwalbental lässt sich zur Zeit noch nichts Bestimmtes sagen.) 
Für den Meißner - Besuch mag das Folgende gelten. Per 
Bahn nach Walburg. Am Bahnhof nehme man gleich den fiska 
lischen'Fußweg, welcher nach 10 Min. die Velmeder Chaussee er 
reicht. Auf letzterer (das Bahngeleis wird überschritten) nach 
*1 Geradeaus führt der Weg zum Warpel. (Siehe vorige Route.)
	        

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