Volltext: Brief von Louis Spohr an Adolf Friedrich Hesse

tergeschäfte, die Schüler und meine, lei-
der sehr ausgebreitete Correspondenz fast
ganz meine Zeit in Anspruch nehmen.
Nun haben überdies unsere Musikpar-
thien wieder begonnen, da muß dann auch
die Geige damit ich nicht zu sehr von mei-
nen Schülern verdunkelt werde, dann
und wann aus dem Kasten genommen werden.
Drei von meinen Schülern sind jetzt
der Kapelle einverleibt worden, Kömpel,
Tivendel und Zeiss und wir haben nun
wieder 8 tüchtige, erste Geiger. Da nun
auch der neue Concertmeister Bott ein
vortrefflicher Vorgeiger ist, die Contra-
bässe jetzt besser besetzt sind wie frü-
her, so geht unsere Musik sehr gut und
ich glaube, es kann unser Orchester es
jetzt mit allen andern deutschen aufnehmen.
Am vorigen Mittwoch, wo unsere Abo-
nementsconerte begannen, hatte ich gro-
ße Freude daran, denn es wurden sämtliche
Orchesterwerke in höchster Präzision exe-
cutirt. Wir gaben in diesem ersten Con-
certe meine 3te Sinfonie, das Violinconcert
von Mendelssohn, Arie aus Don Juan, den Jessonda-Potpourri von mir
und „die Walpurgisnacht“ von Mendelssohn.
Das ganze Concert, vom Anfang bis zum
Ende erregte großen Enthusiasmus. Die
Violinsachen spielte Kömpel ganz vortrefflich.
Mit ihm, Bott und Knoop habe ich jetzt ein
Quartett, wie es wohl wenige in Deutschland
gibt. – Die Walpurgisnacht ist ein originelles

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