Full text: Brief von Louis Spohr an Adolf Friedrich Hesse

Partitur gesetzt zum Abschreiben da.
Sobald ich die Sinfonie ein oder zwei
Mal probiert habe, werde ich sie nach
Wien absenden. Ist sie dann dort gege-
ben, so werde ich sie auch hier in
einem unserer Winterkonzerte zur Auf-
führung bringen. Ich war sehr erfüllt
von dieser Arbeit und mußte mich
gewaltig zusammenreißen, um meine
Ideen nicht zu weit auszuspinnen. Der
Gedanke an die Lachnersche Preißsin-
fonie (die ich aber immer noch nicht gehört
habe,) hat mich davor bewahrt und so
überschreitet sie die Länge meiner 3 ers-
ten nicht. Sie besteht aus folgenden
Sätzen: Andante grave (c) C dur, Allegro
(9/8) C moll. – Adagio (c) As dur. Scherzo (3/4)
C dur mit Trio in Des dur – Finale Presto
(c/) C moll. – Ich glaube, manche neue Wir-
kung hineingebracht zu haben, so
wie auch manches Ungewöhnliche in der
Instrumentierung und bin daher sehr
gespannt auf die erste Probe!
Herzliche Grüße von meiner Frau und
Therese. Mit wahrer Freundschaft stets Ihr

Louis Spohr

NS. In einigen Tagen erwarte ich meine neuen Ins-
trumente, einen Flügel von Streicher für den Saal und
ein Tafelförmiges für mich im meinem Zimmer.

Volltext von: Karl Traugott Goldbach, Spohr-Briefe www.spohr-briefe.de/briefe-einzelansicht?m=1837092701

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