Volltext: Kath. Dorothea Viehmann / Pierson

Was ist unter Hugenotte und Refugiö 
zu verstellen? 
Von besonderer Wichtigkeit erscheint es, dass 
Pierson- Hamensträger bis Mitte des 13. Jahrhunderts 
in Schottland nachzuweisen sind. 
Weitere Abwanderungen von dort führten über Holland 
nach Frankreich. Wie die Biblioth&que Wallone - Leyde - im 
April 1949 zum Ausdruck bringt, sieht der lerne Pierson 
sehr englisch aus, wird aber auch in Frankreich und in Hol 
land gefunden; es könnte der Fall sein, dass der Harne Pier 
son sogar im Laufe der Zeit geändert worden ist. 
Rückblickend bleibt von besonderer Beachtung, dass die 
franz. Reformierten schon seit 1562 um ihres Grlaubens willen 
in ihrem Lande angefeindet wurden. Die Bedrückung der Anders 
gläubigen durch die Katholiken nahm in Frankreich einen wechsel- 
vollen Verlauf mit ständiger Steigerung in der Heftigkeit 
zum grössten Schaden des Landes. 
In der Bartholomäusnacht - Pariser - Bluthochzeit - am 
23/24*0.1572 -, wurden in Paris über 2000 und in ganz Frank 
reich etwa 20 000 Protestanten ermordet. Missbilligende Stel 
lungnahme fanden diese Grausamkeiten bei fast allen Kultur 
staaten; Worte des englischen,Dichters Milton legen hiervon 
beredtes Zeugnis ab; 
"Räche Deine Heiligen, 0 Herr, 
- die man erschlagen!” 
"Auf Alpenhöhn zerstreut liegt ihr G-ebein; 
vergiss sie nicht!" 
KJ 
"Schreib ihre Seufzer in Dein Buch!" 
s 
Infolge der Aufhebung des "Ediktes von Dantes" atu 22. 
10. 1685 wurden die Reformierten in Frankreich vogelfrei und 
ihrer Verfolgung war 'Tor und Tür geöffnet. 
Einige der Reformierten waren nahe daran, wankend zu wer 
den. Da soll der Ruf entstanden sein; "Haltet Stand!" 
(Rösistez!") 
Die G-renzen Frankreichs wurden scharf bewacht, eine 
Flucht gelang nur unter grössten Schwierigkeiten; die 
Flüchtlinge
        

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