Full text: Der Stern der Erlösung

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DRITTER TEIL: EINLEITUNG 
Gott hat sie in der Offenbarung seiner Liebe in ihm erweckt; 
als zündender Funke vom ewigen Licht fährt sie nun aus sei 
nem Munde, der bereit ist, Gott in Versammlungen zu preisen. 
Die göttliche Wahrheit verbirgt sich dem, der nur mit einer 
Hand nach ihr langt, einerlei ob diese langende Hand die der 
sich voraussetzungslos wähnenden, über den Dingen schwe 
benden Sachlichkeit des Philosophen ist, oder die der erlebnis 
stolz sich vor der Welt verschließenden Blindheit des Theo 
logen. Sie will mit beiden Händen angefleht werden. Wer sie 
mit dem doppelten Gebet des Gläubigen und des Ungläubigen 
anruft, dem wird sie sich nicht versagen. Gott gibt von seiner 
Weisheit diesem wie jenem, dem Glauben wie dem Unglauben, 
aber beiden nur, wenn ihr‘Gebet vereint vor ihn kommt. Es 
ist der gleiche Mensch, der doch mit zwiefältiger Bitte kommt 
und mit zwiefachem Dank, ungläubiges Welt- und gläubiges 
Gotteskind in einem, treten muß vor Ihn, der von seiner Weis 
heit verschenkt so an Fleisch und Blut wie denen die ihn 
fürchten.
        

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