Full text: Kinder- und Hausmärchen

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ärgerte sich über alle Maßen vor großer Eifersucht, und sprach 
Zu ihrer Mutter: „was helfen nun all* eure Künste, da ihr 
mir kein solches Glück verschaffen könnt." Da sagte die Alte: 
„sey still, ich will dirs schon zuwenden," und durch ihre 
Hexenkünste trübte sie dem Kutscher die Augen, daß er halb 
blind war, und der Weißen verstopfte sie die Ohren, daß sie 
schwer hörte. Darauf stiegen sie in den Wagen, erst die Braut 
in den herrlichen königlichen Kleidern, dann die Stiefmutter 
mit ihrer Tochter, und Reginer saß auf dem Bock, um zu fahren. 
Wie sie eine Weile gereist waren, unterwegs rief der Kutscher: 
„Deck dich zu, mein Schwesterlein, 
daß Regen dich nicht näßt, 
daß Wind dich nicht bestäubt, 
daß du fein schön zum König kommst!" 
Die Braut fragte.- „was sagt mein lieber Bruder?" „Ach, 
sprach die Alte, er hat gesagt, du solltest dein gülden Kleid 
ausziehen und es deiner Schwester geben." Da zog sie's aus 
und rhat's der Schwarzen an, die gab ihr dafür einen schlech 
ten grauen Kittel. So fuhren sie weiter, über ein Weilchen 
rief der Bruder abermals: 
„deck dich zu, mein Schwesterlein, 
daß Regen dich nicht näßt, 
daß Wind dich nicht bestäubt, 
und du fein schön zum König kommst!"
	        

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