Full text: Kinder- und Hausmärchen

entledigt rnrt der Gans unter dem Arm seiner Heimath zu. 
Wenn ichs recht überlege, sprach er mit sich selbst, habe ich 
noch Vortheil bei dem Lausch, erstlich den guten Braten, her« 
nach die Menge von Fett, die herausträufeln wird, das gibt 
Gansfettbrot auf ein Viertel Jahr, und endlich die schönen 
weißen Federn, die laß ich mir Ln mein Kovfkissen stopfen, 
und darauf will ich wohl ungewiegt einschlafen. Was wird 
meine Mutter eine Freude haben!" 
Als er durch das letzte Dorf gekommen war, stand dam 
Scheerenschleifer mit feinem Karren, und sang zu seiner schnur 
renden Arbeit: 
„ich schleife die Scheere, und drehe geschwind, 
und hange mein Mäntelchen nach dem Wind!" 
Hans blieb stehen, und sah ihm zu; endlich redete er ihn an 
und sprach: „euch gehts auch wohl, weil ihr so lustig bei eu 
rem Schleifen seyd." „Ja, antwortete der Scheerenschleifer, 
Las Handwerk hat einen güldenen Boden. Ein rechter Schlei 
fer ist ein Mann, der, so oft er in die Lasche greift, auch 
Geld darin findet. Aber wo habt ihr die schöne Gans gekauft." 
— „Die hab' ich nicht gekauft, sondern für mein Schwein 
eingetauscht."-— „Und das Schwein?" — „ Das hab' ich 
für eine Kuh gekriegt." — „Und die Kuh?" — „Die hab' 
ich für em Pferd bekommen." — „ Und das Pferd?" — 
„ Dafür hab' ich einen Klumpen Gold, so groß als mein Kopf
	        

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