Full text: Kinder- und Hausmärchen

230 
den Kopf, daß er zu Boden taumelte, und eine Zeitlang sich 
gar nicht besinnen.konnte, wo er war. Glücklicherweise kam 
gerade ein Metzger des Weges, der auf einem Schubkarren ein 
junges Schwein liegen hatte. „Was sind das für Streiche?" 
rief er, und half dem guten Hans auf. Hans erzählte, was 
vorgefallen war. Der Metzger reichte ihm seine Flasche und 
sprach: „da trinkt einmal und erholt euch; die Kuh will euch 
wohl keine Milch geben, das ist ein altes Thier, das höchstens 
noch zum Ziehen taugt oder zum Schlachten." „Ei, ei, sprach 
Hans, und strich sich die Haare über den Kopf, wer hatte das 
gedacht? es ist freilich gut, wenn man so ein Thier ins Haus 
abschlachten kann, was giebts für Fleisch! aber ich mache mir 
aus dem Kuhfleisch nicht viel, es ist mir nicht saftig genug. 
Ja, wer so ein junges Schwein hatte, das schmeckt anders, 
dabei noch die Würste!" „Hört Hans, sprach da der Metz 
ger, euch zu Lieb' will ich tauschen, und will euch das Schwein 
für die Kuh lassen." „Gott lohn' euch eure Freundschaft/ 
sprach Hans, übergab ihm die Kuh, und ließ sich das Schwelm 
chen vom Karrn losmachen, und den Strick, woran es ge- 
bunden war, in die Hand geben. 
Hans zog weiter und überdachte, wie ihm doch alles nach 
Wunsch gienge, begegnete ihm ja eine Verdrießlichkeit, so wür 
de sie doch gleich wieder gut gemacht. Es gesellte sich darnach 
ein Bursch zu ihm, der trug eine schöne, weiße Gans unter
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.