Full text: Frankfurter Musenalmanach (1781)

C Is6 ) 
Dank! dir heute Linde, 
Wo ich lächelnd saß» 
Und umspielt vom Winde 
Frische Blumen las: 
Meiner Schwester pflückte, 
Ihre Stirn umwand, 
An die Brust sie drückte, 
Wonne tief empfand. 
Bäumchen! o wie wmen 
Wir von dir bedeckt; 
Mlt bekränzten Haaren 
In das Gras gestreckt. 
Muntre Lieder flößen 
Aus der reinen Brust; 
Lenz, Gesundheit goßen 
Durch die Seele Lust. 
Glücklich zum Beneiden, 
Zärtlich scherzten wir- 
Kindheit! deine Freuden 
Schenkt kein König mir. 
In 
In dem weichen Grase 
Denk ich dankbar dein; 
Will beym vollen Glase 
Deiner jetzt mich freun- 
Was die Götter schenken, 
Nehm ich dankend an. 
Meiner Kindheit Denken 
Labt mich noch als Mann. 
Lodcr. 
Die Vorsehung. 
Erhebe dich, mein Geist, zu Gott! 
Schau seiner Weisheit Licht! 
Der Frevlern nur Vernichtung droht, 
Den Frommen Heil verspricht. 
Allmächtig ist der Menschen Herr, 
Sein Arm hält weit und breit 
Der Welte» unzählbares Heer 
Jetzt, und in Ewigkeit- 
u Wer
	        

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