Full text: Frankfurter Musenalmanach (1781)

( 14* ) 
In festlicher Pracht 
Mit Blumen erwacht 
Der Morgen des blühenden Lenzen. 
Der Jüngling und Greis 
Singt Lieder voll Preis 
Und weiht sie mit Bechern und Tänzen. 
Die ganze Natur, 
Der Hain und die Flur 
Erheben und fühlen de» Lenzen; 
Eie prangen und blühn 
Und zieren für ihn 
Die Scheitel mit duftenden Kränzen- 
Mit Blumen geschmückt, 
Durch Liebe beglückt, 
Ergießt sich der Schäfer in Lieder. 
Und Galathee singt, 
Zur Liebe verjüngt, 
Die Töne der Zärtlichkeit wieder. 
( i43 ) 
! Das muntere Schaaf 
Erhebt sich vom Schlaf 
Mit frühem und freudigem Blöcken, 
Und eilet, ins Graß, 
Vom Perlenthau naß, 
Sich mit den Gespielen zu strecken. 
Mit silbernem Schnee, 
Ertränket vom See, 
Schmückt sich das Bäumchen voll Blüthe. 
Die Zweige durchirrt 
Der Vogel, und girrt 
Dem Gatten im lockenden Liede. 
Die wärmende Luft 
i Nährt stärkender Duft 
! Der Blüthen, am Morgen gebohren. 
« Mit Purpur verbrämt, 
i Vom Schimmer umströmt 
Sehn tagende Berge Auroren.
	        

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