Full text: Frankfurter Musenalmanach (1781)

C iZ6 ) 
Unsere guten Damen. 
Aeldmarschall Holosern verlor 
Den Kcpf einst durch ein Frauenzimmer; 
Da zieh' ich unsre Damen vor; 
Die sanften Lämmchen thun das nimmer. 
Sie lassen unsre Köpf' in Ruh, 
Und setzen lieber was dazu. 
— n. 
A uf 
Bürgermeister E ta,r Todesurtheil. 
& Wunder, Wunder, der große Dieb 
Dem kleinen hier sein Urtheil schrieb! 
Mücheler. 
Die Glückseeligkeit. 
sterbliche! flicht eitlen Dunst! 
Tauscht euch nicht durch Schein, 
Hört und übt die schwere Kunst: 
Daurcnd froh zu seyn. 
In der Schule der Natur 
Lernt Zufriedenheit. 
Glaubts: im Feld der Unschuld nur 
Blüht Glückseligkeit. 
Labt euch innre Freude hie, 
Sagt: was mangelt euch? 
Mehr besitzt ein Hirt durch sie, 
Als ein Königreich.' 
In der Quelle fließt sein Trank, 
Fließt gesund und rein- 
Auf der weichen Rosenbank 
Wiegt der Schlaf ihn ein. 
Ungequält von Neid und Gei; 
Dient ihm die Natur; 
Fühlt er jeder Blume Reiz, 
Jede Pracht der Flur. 
Für den itz'gen Augenblick 
Lebt er sorgenfrei); 
Mißet gern ein fremdes Glück, 
Seiner Ruhe treu. 
Eu
	        

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