Full text: Frankfurter Musenalmanach (1781)

C 99 ) 
Grabschrift. 
^ier ruht Simplicius, der zwar sein Lebe«, 
Allcrn von Geist nichts aufgegeben.*) 
vH. 
' An Tenny, 
als Sie mir ihren Ring gegeben hatte. 
Sööt'Uttt schwandest du so eilig 
Auf der Zeiten Flügeln mir? 
Abend! Sey mir ewig heilig! 
Heilig, Theure, sey er dir! 
Ach! du gabst an Meine Hand, 
Deiner Treue Unterpfand! 
Denk 
*) La Nature, ä cet £gard, l’a fl mal traite, 
qu’on peut assurer, que quand il sortira 
du monde, il en sortira sans rendre 
l’esprit, Fremont d'Ablancoun ,'n bell 
Briefen des Richelct Bl. 259. der Je». Ausg. 
Anmerkung des Äerausgeders. 
Denk der wonnevollen Stunde, 
Wie mir keine je verging; 
Da von deinem keuschen Munde 
Ich den ersten Kuß empfing! 
Da ich meine Liebe dir 
Erst bekannte, und du mir! 
Himmlisch süß und unermeßlich 
War, in nie empfund'nem Glück, 
Meine Freude. Unvergeslich 
Bleibt der Wonne-Augenblick. 
Ewig, ewig ward ich dein! 
Ewig, Holde, Mröst du mein! 
Meines Freuden »Danks Gebets 
Drangen, Gott, zu dir empor- 
Vater, hier an dieser State 
Hörte gnädig sie dein Ohr. 
Schweigend, und mit nassem Blick 
Dankt' ich dir der Liebe Glück.
	        

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