Volltext: Frankfurter Musenalmanach (1781)

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Ihr Füßchen , sonst so niedlich, wurzelt 
Im Boden fest; 
Apollo kömmt herangepurzelt, 
Und schreiet: Pest! 
Dann lehnt er seine feuchten Wangen 
Ans grüne Holz: 
Jüngst eine Nimfe, sein Verlangen, 
Der Nimfen Stolz! 
Er girrt ein Weilchen, sinnt, und pflücket 
Sich ein Kranz, 
Der seine blonde Scheitel schmücket 
Bey Spie! und Tanz 
Du arme Dafür ! Tausend pflücken 
Nun Kranze sich 
Von deinen Haaren, sich zu schmücken! 
Du bautest mich! 
Die Krieger und die Dichter zausen 
In deinem Haar, 
Wie Stürme, die den Wald durchbrausen! 
Die Köche gar! 
Ja, ja, die braunen Köche ziehen 
Dir Locken aus, 
Zum lieblichen Gewürz der Brühen 
Beim Hochzeikschmaus! 
Laßt, Mädchen, euch dies Beispiel rühren, 
Das Warnung spricht, 
Und flieht, so lang' euch Reize zieren, 
Uns Dichter nicht! 
3?- 
Mailied. 
2billkommen, lieber schöner Mai, 
Der unsre Flur verjüngt, 
Daß ringsum Laub und Blume neu 
Aus vollen Knospen bringt. 
Dir tönt der Vögel Lobgesang: 
Der ganze Vuchenhain 
Am Blumenthal ist Silberklang, 
Und Bäche murmeln drein- 
D - Roth
	        

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