Full text: Frankfurter Musenalmanach (1781)

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Die Nadel, die ihr zum Filet 
Aeneas kommen lassen, 
Cah man sie nun (Herr Jemine! ' 
Das giebt ein Unglück!) fassen - 
Cie stach sie drauf, o welcher Schmerz! 
Tief in ihr liebekrankes Herz, 
Und sank todt auf den Sopha. 
Heißt das nicht seine liebe Noth 
Mit den Galanen haben? 
Fiiehn sah man sie nach's ersten Tod, 
Nach's andern Flucht begraben.*) 
Was Aenchen noch dazu gesagt, 
Wie sie gewinnsekt und geklagt, 
Kann man beym Maro lesen. 
Für 
*) Infelix Dido, nulli bene nnpta marito : 
Hoc pereunte sugis, hoc fügieme peris, 
Ausonius, 
Dn witzigen Franzos n, tie doch alles können, 
waren nicht im Stande, dieses Epigramm des 
Ausonius in einem Vers zu übersetzen. Der Herr 
von 
Für meinen Part sag' ich, Las hieß 
Die Sachen übertreiben: 
In unserm lieben Deutschland ließ 
Ein Weibchen es wohl bleiben. 
Sterbt, flieht ihr Männer! man ersticht 
Um solche Lapperey'a sich nicht: 
Da nimmt man einen andern. 
Wagner. 
B 6 Doris. 
von Leiblich hat es gewagt; aber ich könnte leicht 
bewerfen, daß es ihm mrslungen sey. Ich habe ge-, 
tzen die Ordnung des Ganzen, und gegen die Wahl 
der Worte beträchtliche Einwendungen zu machen. 
Hier ist also eine neue Übersetzung. 
O Didon ! ton malheür vint des epoux chlris; 
Sich£ep£rit, tu suis; Aen^efuit, tu p£ris. 
Ich erwarte von der Höflichkeit der deutschen 
Kunstrichter sin Complimenr - afür.
	        

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