Full text: Frankfurter Musenalmanach (1781)

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Aeneas aber, als Galan, 
Blieb der Madam zur Seiten, 
Und die Verliebten fiengcn an 
In vollem Trab zu reiten, 
Und kamen endlich brav benetzt, 
Wcil's so Frau Juno festgesetzt, 
An eine dunkle Hole. 
Hier hielten unsre Beyden still, 
Aeneas sprach mit Lachen: 
Zeus mag nun donnern, wie er will, 
Und kann sich lustig machen! 
Man tratt hinein, sezt' sich aufs Moos, 
Aeneas nahm sie auf den Schoos, 
Und sucht' sie zu erwärmen. 
Aeneas dachte: Frisch gewagt, 
Ist halb gethan! Im Dunkeln, 
Wie uns ein altes Sprichwort sagt, 
Läßt sich nicht übel munkeln! 
Das weitre sagt Virgils Gedicht 
Zu unserm größten Jammer nicht: 
Doch läßt sich's leicht errathen. 
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Ihr jungen Schönen allzumal, 
Die Einsamkeit zu fliehen, 
Ist wohl die einzige Moral, 
Die sich hieraus läßt ziehen; 
Mit jungen Herrn verstehet sich: 
Ich aber, ich empfehle mich; 
BiL'wir uns wiedersehen.
	        

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