Full text: Frankfurter Musenalmanach (1781)

i so ) 
( 2l ) 
Nur »»maßgeblich, liebes Kind! 
Um ihn nicht zu verliere»/ 
(Du weißt ja , wie die Männer sind ) 
Mußt du ihn amüsiren. 
Und dazu / glaub' ich, braucht es ja 
Nichts , als Concert und Opera, 
Jagd, Ball und Maskerade. 
Durch Aenchens Reden überführt 
Ließ Dido sich bewegen, 
Und, wi'es den Damen dann gebührt/ 
Sich auch die Karten legen. 
Sie fragte bey dem Kaffeesatz 
Nach nichts/ als nach dem künst'gen Schatz, 
Und nach der Zahl der Kinder. 
Sie ließ sich bald in vollem Lauf 
Zum Herrn Aeneas tragen, 
lind er war bey ihr oben drauf, 
Und ließ sichs auch behagen: 
Sie führt' ihn durch die ganze Stadt, 
Und zeigt' ihm alles was sie hat 
In ihrem Cabiuette. 
Die Lustbarkeiten giengen an : 
Es gieng im größten Sauße, 
Und der vergnügte Herr Galan 
Erzählt bey jedem Cchmauße; 
Wie scharf man Troja bombardirt, 
Und daß es nie capitulirt, 
Wär's ihm nur nachgegangen. 
Sie fragt' ihn drauf, ob er wohl gern 
Auf ihrer Wildbahn jage? 
Der starke Jäger vor dem Herrn 
Freut sich ob dieser Frage. 
Madam, das kömmt mir eben recht! 
Spricht er, Ihr unterthän'ger Knecht 
Weiß schon den Fang zu geben. 
Der Oberjagermeister kriegt 
Gleich Ordre auszuziehen, 
Jagdjunker und Jagdpage fliegt 
Ob ämsigem Bemühen. 
Das Hifthorn schallt, der Leithund springt, 
Und jeder brave Weidmann singt 
Wildungens Jagdgesänge. 
Frau
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.