Full text: Konrad Wallenrod

„ „Verließ ich meines Grabes öde Räume — 
„ „Du fragtest, abgewendet, voller Pein, 
„„Mich kennend nicht, noch grüßend, unbewußt, 
„ „Sänk' ich in Deinen Arm in sel'ger Lust —: 
„„Dies Schreckensbild, es sollt' — Aldona sein? 
„„Du würd'st Dein Aug' in mein erlosch'nes senken... 
„„Nein! Nein! Die Klausnerin im Elend nicht... 
„ „Dies Antlitz, das... schon schmerzt es mich, zu d enke n.. 
„ „Befleck' — Aldona's lieblich Angesicht. 
„ „Ich selbst will — o verzeihe mir, Gemahl — 
„„Hör' Deine Stimm' ich, nicht an's Fenster gehen, 
„„So oft der Mond erglänzt in hellerm Strahl — 
„„Will, Theurer, Dich nicht — in der Nähe sehen: 
„ „Auch Du bist ja derselbe heut nicht mehr, 
„ „Der — weißt Du noch? —-- einst mit den Kampfgenossen 
„„In unser Schloß gesprengt, in voller Wehr, 
„„Deß Antlitz, Blick, und Haltung, und Gewand, 
„ „Seitdem ich tief im Busen hielt verschlossen. 
„„Dem Falter gleich, der, wenn den Tod er fand, 
„„Im Bernstein, ewig die Gestalt bewahrt! 
„ „Alf, besser ist, wir bleiben ganz der Art, 
„„Wie wir es waren, wieder einmal werden, 
„ „Wenn wieder wir vereint — doch nicht auf Erden. 
„ „Laß Glücklichen das schöne Thal uns geben — 
„„Ich lieb' von Stein jetzt meine Einsamkeit: 
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