Full text: Konrad Wallenrod

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Bis ihm die Flamme zuletzt der Rache, vom Schweigen 
genähret, 
Und von dem Anblick der Noth, anschwoll und erfüllte 
das Herze, 
Drinnen ihm alles Gefühl verzehrte, zuletzt auch das Eine, 
Welches versüßt ihm bisher das Leben, zuletzt auch -- die 
Liebe. 
Also auch mag es ergeh'n dem König der Wälder, dem 
Eichbaum, 
Wenn in Bialowicz geschürt insgeheim ihre Feuer die Jäger; 
Brannte das Mark ihm heraus, so verliert er die lustigen 
Blätter, 
Fortfliegt im Wind das Gezweig, und das Grün, zuletzt 
auch das Eine, 
Welches ihm schmückte die Stirn noch bisher, es verdorr't 
ihm — die Mistel. 
Litthauens Söhne noch lang' in den Bergen umirrten 
und Burgen, 
Ueberfielen den Feind, oder wurden von ihm überfallen. 
Bis man geschlagen die Schlacht auf den Schreckensgefilden 
von Rudau, 
Hundert und tausend und mehr dort erlagen von Lit 
thauens Jugend; 
Ihnen zur Seite so viel auch der Führer und Brüder der 
Kreuzherrn. 
Ktznstut mit Walter sich schlug, und mit Wenigen noch, 
in's Gebirge,
	        

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