Full text: Konrad Wallenrod

„„Also auch floh einst der Preuß', ihn jagte der Deutsche 
gen Litthau'n, 
„„Spürt man uns aus im Gebirg— „So fliehen 
wir' weiter und weiter!" ~~ 
„„Weiter, unseliges Weib? Entfliehen aus Litthauens 
Grenzen 
„„In der Tataren Gewalt, und der Russen?"" Rach 
solchem Erwiedern, 
Schwieg Aldona bewegt; sie hatte bis dahin gewähnt noch, 
Daß, wie die Welt sei, so groß, und so weit, ohne Gren 
zen die Heimath; 
Jetzo vernahm sie zuerst, daß nirgend ihr Schutz in ganz 
Litthau'n. 
Ringet in Schmerz sie die Hand', und fragt ihren Walter: 
„Was thun wir?" — 
„„Ein's nur den Litthauern blieb, Aldona, ein einziges 
Mittel, 
„ „Um zu zermalmen die Macht des Ordens — i ch kenne 
das Mittel. 
„ „Aber nicht frage, bei Gott! Verflucht, verflucht sei die 
Stunde, 
„„Da ich ergreifen es muß, dies Mittel, gezwungen vom 
Todfeind!"" — 
Sagen nicht wollt' er ihr mehr; nicht hört' er die Bit 
ten Aldona's, 
Hörte nur Litthauens Schmach allein und sah sie vor 
Augen,
	        

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