Full text: Konrad Wallenrod

Woher sie komme? — Vom Thal! — Was ist's mit dem 
Thale? — Der Jüngling 
Pflanzte das Gärtchen ihr dort. Und ist denn schöner 
das Gärtchen, 
Als mir die Gärten im Schloß? (Gar prächtige hatte Fürst 
Kynstut, 
Aepfel und Birnen zu Haus', Lockspeisen der Mägdlein 
von Kowno). 
Nimmer das Gärtchen sie lockt'. Einst sah ich im Winter 
ihr Fenster: 
Ganz war die Scheibe so rein, die da gegen den Niemen 
gekehrte, 
Wie sie nur mitten im Mai: kein Eis das Krystall ihm 
verdunkelt: 
Walter vorüber dort schritt; Sie hat wohl am Fenster 
gesessen, 
Und von dem glühenden Hauch ist geschmolzen das Eis 
von der Scheibe. 
Dacht' ich mir immer, er lehrt die Tochter mir lesen und 
schreiben, 
Hört' ich, die Fürsten zumal jetzt lassen es lehren die Kinder. 
Gut ist er, tapfer dabei, und geübt in der Schrift, wie 
ein Priester, 
Soll ich ihn treiben von Haus? Der unentbehrlich für 
Litthau'n, 
Ihn, der uns ordnet zur Schlacht am besten, und auswirft 
die Schanzen, 
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