Full text: Konrad Wallenrod

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„Sohn! Und der Sand, der gejagt vom Sturm über's 
Meer ist —- der Orden! 
„Hört' ich's, mir bebte das Herz, ermorden wollt' ich die 
Kreuzherrn, 
„Oder gen Litthauen flieh'n; doch hemmte den Eifer der 
Alte: 
„Rittern, uns freien, geziemt — so sprach er — die 
Schwerter zu zücken, 
„Gleich uns an Kräften, den Feind zu schlagen in offener 
Feldschlacht. 
„Bleibe Du hier noch, mein Sohn, von den Deutschen 
erlerne die Kriegskunst, 
„Um ihr Vertraue!: Dich müh', dann wollen wir seh'n, 
was zu thun ist. 
„Und ich gehorchte dem Greis, und ich folgte dem Heer 
der Teutonen, 
„Aber im ersten Gefecht schon, kaum erblickt' ich die Fahnen, 
„Kaum erlauschte mein Ohr den Schlachtengesang meines 
Volkes, 
„Sprang ich den Unseren zu, und hinter mir zog ich den 
Alten. 
„Gleichwie der Falk, der geraubt aus dem Horst und er 
nährt ward im Käfig — 
„Raubten ihm auch den Verstand schon die Jäger mit 
grausigen Martern, 
„Lassen sie thöricht ihn los, auf daß er bekämpfe die 
Brüder — 
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