Full text: Konrad Wallenrod

„Nimmer zu wecken Verdacht; die Thränen mir wischt' er, 
doch Rache 
„Wider die Deutschen er schürt'! Noch weiß ich, wie einst 
nach der Heimkehr 
„Ich mir das Messer geschärft insgeheim, mit der Wollust 
der Rachgier 
„Winrich den Teppich zerschnitt, zerschlug ihm den präch 
tigen Spiegel, 
„Schimmernden Schild ihm bespie, und bewarf ihn mit 
staubigem Sande. 
„D'rauf in der Jünglingszeit bestieg ich im Hafen von 
Memel 
„Oft mit dem Men das Boot, Litthauens Strand zu 
besuchen. 
„Blumen ich pflückte mir dort der Heimath; ihr wonniges 
Duften 
„Haucht' in die Seele mir längst verblichener Zeiten Er- 
inn'rung. 
„Trunken vom lieblichen Duft, ich träumte mich wieder 
zum Kinde, 
„Spielte mit Brüdern alldort, mit den kleinen, im Garten 
der Eltern; 
„Hals dem Gedächtniß der Greis, und malte mit schöneren 
Worten 
„Mir das vergangene Glück, denn alle die Blumen und 
Blüthen:
	        

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