Full text: Konrad Wallenrod

Die Schloßwacht birgt das Aug' im Helm; die Hunde 
Des Dorfes wittern Tod, sie heulen auf, 
Und wühlen mit der Schnauze tief im Grunde. 
Heimsucht die Maid im unheilschweren Lauf 
Landsitze, Städte, Burgen aus und ab. 
So oft die Hand mit blut'gem Tüchlein winket, 
Verödet ein Palast und jäh versinket; 
Ihr unterm Fuß erwächst ein frisches Grab. 
Verderbliches Gespenst! Doch sicher mehr 
Der Helm, darauf die Straußenfeder nickt, 
Uns kündet Tod von deutscher Seite her, 
Der Mantel, d'rauf das schwarze Kreuz gestickt; 
Landsitze sind und Burgen kein Verlust, 
Wenn man ein ganzes Land zu Grabe trägt, 
Wo dies Gespenst vorbeigezogen just! 
Laßt auf der Völkergruft mit mir Euch nieder, 
Ihr, denen noch ein Herz für Litthau'n schlägt, 
Und träumt, und weint, und singet — Klagelieder! 
Volksfage, Bundesarche, d'rin gepaart 
Die längstentschwundnen und die jüngsten Tage,
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.