Full text: Die deutsche Heldensage

er wird Letzt (3896) sogar unter den Helden genannt, die 
Hclche dem Dickerich zu Hülfe sendet. Hernach zeichnet er 
sich im Kampfe gegen Ermennch aus, besiegt den Wate 
(6670—6774), erhält von Dieterich Gefangene zum Geschenk 
(7024) und wird zu einem Anführer ernannt (8561). 
Siterolf der Stirem wird nur unter den Helden Etzels 
und der Hclche aufgezahlt (5132. 5895); nichts verlautet da 
von, daß er Dietleibs Vater sey. 
In der Rabenschlacht befinden sich beide, Bitcrols (marc- 
grave 735) und Dietlcib, an Etzels Hofe und sichern dem 
Dieterich Beistand zu (42. 43); sie folgen hier auf einander, 
nicht aber ist gesagt, als Water und Sohn. Dictleib wird 
oster genannt und sein Muth gerühmt (323- 527. 537. 560. 
702. 976. 994. 1029). In den Drachenkämpfen streiten sie 
zwar für Dieterich, erscheinen aber im Gefolge des Königs 
von Ungarn und werden von diesem entboten (168''. 315''). 
Es gab also eine doppelte Ansicht, nach der einen gehörte 
Dietleib zu Dieterichs, nach der andern zu Etzels Kreiß; ob 
letztere eine Folge des großen Gedichtes von Bitcrolf war, 
oder umgekehrt dieses sich schon darauf stützte, ist nicht zu 
entscheiden. Doch scheint die andere richtiger, da auch die 
übrigen Gedichte ihr beistimmen. In der Bilk. Saga ist Bi- 
turulf der Vater des Thettlcif, dieser sucht den^ König 
Thidrek auf und wird endlich dessen Mann. Die schöne da 
zwischenliegende Sage von ihm hat kein deutsches Gedicht be 
wahrt. Dietleib erscheint im Lau rin verbunden mit Diete 
rich, und heißt Siterolf es Idnt (2322 altes Hcldcnb.); der 
Bater empfängt ihn bei der Rückkehr (2731). 2>n Rosen 
garten A (114. 145) und C (7 b ), als er zur Theilnahme 
an Dieterichs Zug soll aufgefordert werden, findet der 
Bote nicht ihn, wohl aber den alten Biterolf in Steier 
mark zu Hans. Dieser verweist ihn (A 147—158, C hat 
hier eine Lücke) nach Bechelaren, wo Dietleib bei Rüdiger 
verweile, aber dort ist er auch nicht, sondern nach des Mark 
grafen Aussage in Siebenbürgen, wo ein Meerwunder 
ihn hat erwürgen wollen. Der Bote macht sich nun dahin 
auf den Weg, findet aber den jungen Helden zu Wien vor 
dem Münster stehen. Sein Gegner im Rosengarten sagt zu 
ihm (A 347 und C 22 b ): du bist niJit gewalifen noch cito 
einem man; jedoch in C wird ausdrücklich bemerkt, als Hil 
debrand ihn zum Kampfe aufruft: er hielt bi hiinec Etzel 
urider einer banier röt. Dunkel ist im Rosengarten D von 
einem früherhin nicht ganz guten Vernehmen zwischen Diete 
rich und Dietleib die Rede (s. unten). Endlich im Anhange
	        

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