Full text: Lateinische Gedichte des X. und XI. J[ahr]h[underts]

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ECBASIS. 
J- 73- 
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Dies bisher unbekannte gedieht entdeckte ich, 
nach thierfabeln begierig, im September 1834 unter den 
handschriften der burgundischen bibliothek zu Brüssel, 
es ist doppelt da, einmal im codex 8742 bl. 187-191, 
dann im cod. 7925 bl. 130-134, jenen bezeichnet A, 
diesen B. A wird betitelt homiliae Salviani, B Isido- 
rus in genesim; in A ist vornen eingetragen f ms. 120 a , 
hinten die zahl 629 d , in B vornen ms. 105, hinten 330 
was sich auf ältere cataloge bezieht, beide enthalten 
noch manche andere lateinische Sachen. In A geht der 
eebasis von gleicher liand geschrieben bl. 185. 186 vor 
aus: epitapliium Juliani apostat^; auf die eebasis folgen 
wieder vom nemlichen Schreiber: enigmata Aldlielmi 
epi dactilico carmine contexta. und auch in B stehen 
bl. 135 ff. von derselben hand die enigmata Aldlielmi. 
aus dem andern ist keiner der beideu texte geflossen, 
beide scheinen sich aber mittelbar zurückzuführen auf 
einen älteren codex, in welchem schon die eebasis den 
aldhelmischen räthseln vorausgieng. Ich halte A für 
etwas älter als B, den schriftzügen und gebrauchten 
abkürzungen nach noch aus dem eilften jh.; B obgleich 
weniger abkürzend mag aus dem zwölften sein. A 
zeigt einzelne ae, sehr viele £. B hat viele fehler mit 
A gemein, nicht alle, aber auch eigne. Dafs der Ur 
sprung des werks über die zeit beider abschriften hin 
aufreiche, lehrt im allgemeinen schon die fehlerhafte 
bescliaffenheit des textes in verschiednen stellen (na 
mentlich z. 173. 1026), welche die copisten nicht mehr 
verstanden und zu ändern suchten. Mein abdruck ist
	        

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