Full text: Lateinische Gedichte des X. und XI. J[ahr]h[underts]

©leid) folgen fte t$m mtKig unb märg auf ^o^IengIutf>; 
0o $tebt man bte gt'fcfje mit Raufen aug ber §lut 
Sag rnöcfyt i$, fpracf) ber König, mit 2lugen einmal fel)n. 
Sag iji benn in ben Rillen nnb oerftefjt t'£r fte $u brefm ? 
„@ar moltf," fpracf? ber grembltng, „man nimmt bajn 
ein Kraut, 
3$ metf nic^t ob tljrg lerntet; bo$ Iwb tdjg Ijter erfdjaut 
Ung Ijetft eggarrenjunge nnb !jat no$ anbre Kraft: 
Ser eg in Sein genöfe nnb in beraufd)enbem Saft, 
„Ser mürbe laut nnb munter, fa feltg oon bem Sranf, 
Socf) nie, mteotel er tränte, betrunten ober tränt 
©o mtrft eg auf bte SWenfcfyen nnb auf bte Jtfcjje f°> 
Ste einen mad)t eg närrt'fd},bte anbern glücfltdj nnb frolj- 
„Sag aber btinb geboren am nennten Sag erft fte^t" 
(Stuf ©c^maben ober Reffen jtelt tjter nt'cfyt bag üteb), 
„Srbltnben muf eg mteber oon btefern Kraut algbalb: 
©o mögt if>r leicht oon güc^fen nnb Sötfen fänbern 
ben Salb/' 
Srfreut fpracfy ber König: ©o mär eg ja etn ©dja£, 
Könnt eg bag bemtrfen, baf §nc^f nnb Sötfe ^pia§ 
Sem (Sbelmt'lbe malten: eg fei fcfjmarj ober rotlj, 
@g tauf ober fliege, biefe ©feinte ftnb fein Sob. 
Sn bifl ber bejte Säger, ^ er 
93emätjrf Sn mag t$ eben oon Seiner Kauft oerna^m. 
Sag merb icb, fpracf) Otublieb, menn ttjr mir folgen moßt 
?llg bag ber König Jjörte, er marb bem Jünglinge ^olb.
	        

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