Full text: Deutsche Grammatik. - Teil 3

© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 21 
III. pronominalbildurig, imifchreibung. teil. 75 
Cadin. 4* heißt es vom fchlafenden Adam, dem die 
rippe ausgezogen wird: far ne vifte earfoSa dcel (non 
feniit dolorem aut aliquid laboris); ätviton veana dcel 
(exprobraveruut calamitates aliquas) Beov. 88 ; oferhygda 
dcel (fuperbiarum aliquid) Böov. 131; veor&mynda clcel 
Beov, 132; välfaeh$a ^dcel Beov* 152; dryhtlibbe dcel 
Beov. 155; adere vyrte dcel, selces treovcynnes dael 
(etwas von jedem kraut, von jedem bauin) Nyerup fymb. 
p. 147« Das alid. evangeliöno deil 0. I. 1, 26. und deil 
lifges T. 231? 2 will ich nicht hierherziehen, da jenes 
lieber partem bedeutet und diefes offenbar überletzt 
(Luc. 24, 42 iyflvog piQOg). Einleuchtender find die 
fpäteren beifpieie: iie habent vohin teil an in Diut 3, 
33; er enphienc nie wibes minnen teil Parc. 3264; 
folher minne teil Wigal. 8800; richer minne teil MS. 
1, 2 b ; beraten an hoher minne teile Wh. 2, 43 b ; iuwer 
phert bejagt wol hungers teil Parc, 4069; er hete an 
vröuden kranken teil Parc. 23634; der nie landes teil 
gevvan En. 4167; der nie liebes teil gewan MS. 1, 182 a ; 
der nie eren teil gewan Herrn. Damen 245; maniger 
ereil teil gewan Dietr. 2397} du halt alles liebes teil 
(etwas) MS. 1, 197 a ; aller beiden teil MS. 2, 255 b 
Herrn, der Damen 6l b ; faelden ein teil. Kelin 8; du ge- 
wimieft aller faelden teil\ aller miner faelden teil MS. 
% 150 a ; da hoeret zuo genaden teil (ein wenig gnade) 
Otto bart 94 b ; keiner forgen teil (nichts von f.) troj. 
126 a ; er vüeret miner tiolte teil mit im dahin Bit. 47 a ; 
ir wirden teil beroubet BIS. 2, 240 b . Wiewohl in eini 
gen diefer [teilen teil auch paffend durch antheil, und 
teil hau, gewinnen, durch tlieilhaftig fein, werden, 
zu erklären ift. Der gen. kann ebenwohl nachlfehen, 
z. b. ein teil miner fwaere klagen Barl. 15, 22; vgl. 
einteil (aliquid) Parc. 2696. Tritt. 12904 und das adver 
biale einteil (aliquomodo) Wigal. 63. 1999* Trift. 961. 
Wir pflegen noch heute ein theil, ein Jiiick davon 
auch da zu lagen, wo nicht von iinnlichem zerfchneiden 
die rede ift. Kühner verwendet die volksfprache eintheil 
oder theils für einige, etliche, z. b. theils leute, an 
iheils orten; vgl. Adelung f. v. theils und Schm. 1, 439- 
440, der an Virgils pars in frufta fecant (Aen. 1,216« 
429* 11,466) erinnert. 
4. Wir haben nunmehr zu betrachten, wie unfere 
fprache die lat. pronominale redensart ejusmodi, ejus 
generis ausdrückt; diele genitive flehen unfelbftändig
        

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