Full text: Deutsche Grammatik. - Teil 3

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nachtrag. 
24, 6* daß enclitifches dir aus dem dativ dir (tibi) 
entlpringt, hat doch manche gründe für /ich. Einmal 
die analogie der praefixe dih und fih (f. 39* 41). Dann 
die einfchaltung des dativs anderer perfönlicher pron., 
zumal bei dem verb. fubft., z. b. all/*, ik bium mi am- 
bahtman Hel. 64? 12, gerade wie: bift thi tlioh Hel. 
421,2, oder fiu was iru widowa. Hel. 66, 17; inhd. 
da^ bring mir dem herren din! Amur 4302. wie noch 
nhd. trag mir das dahin! obgleich hier die grundbedeu- 
tung fein kann: für mich, von meinetwegen. Endlich 
fcheint in einer freilich verdächtigen Helle das goth. 
J>us enclitifch vorzukommen: i'ba j>ank |ms fairhäilis? 
Luc. 47,9, wo Ulpf. t'yets flatt des gewöhnlichen eyu 
gelefen haben muß. 
29? o* gehört hierher wil ihuli di nu fperu werpan 
im Hild,? ego vero ? (Lachm.) ich habe wilihuh bloß 
für fchleclite fchreibung Halt wiliu, goth. viljäu, 
gehalten. 
38,23* altf. enhuilic (alicpiis) Hel. 28,7* 
39, 16* rät muß tat bleiben (Graff). 
39. 41« 69* dih-, ßh-, nili- will Graff aus prono- 
minalftämmen rZa, /a, na leiten. Diefe kühnheit fcheint 
mir aber zu un/icher; wir bekämen auf folchem wege 
eine menge ftämme in die fprache, die gar nicht mehr 
mit den lebendigen formen zufainmenhiengen. Der flamm 
fa iit freilich noch im goth. vorhanden, führt aber auf 
kein fi-h, und das nih, noh von der negation zu tren 
nen und auf ein pofltives na zurückzubringen verwickelt 
in andere fchwierigkeiten. 
44. ftatt des zweiten J6 kann ahd. geminiertes J6Jo 
(f. 465) folgen: fo wito idfö 0. I. 11,7 und fowär lös 
Ludw. lied. 
45. 5. fwer der welle fcheint gleichzufiellen mit fwer 
der ifl, der “ dar (Lachm.) 
46. 48« dein golli. hveläuds, fvaläuds wird vielleicht 
ein agf. huläd, fvseläd für huledd, Jvaelead enttpro- 
chen haben, wenn die f. 181 verföchte emendalion 
richtig ifl. 
47,17. folgt tril aus trilero? und hat N. würklich 
ivel ohne endung? fpäter ilts keine feitenheit. Wie 
ifls f. 48 mit fol? (Lachm.) Die angeführten belege 
geben freilich keine als flectierle formen. 
Ccc 2
        

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