Full text: Deutsche Grammatik. - Teil 3

764 UI. antworte bejahende. 
hört er mich? er hurt. Es kann aber auch jedes an 
dere wort, das eben den moinent der frage bildet, wie 
derholt werden, z. b. ifb er gellem eingetrollen ? geftern. 
ln u, derer älteilen fprache fcheint diele bejahung ohne 
partikel nicht lehr beliebt; aus der altn. würden lieh 
die ineilten beifpiele anführen laßen, mundo maela ? 
man eh Saem. l4l a * Das weitere gehört nicht hierher. 
2* bejahende partihel. 
Goth. jcli Matth. 9,28. 11, 9* Marc. 7,28. Luc. 7,26- 
Rom. 14, 14; ja nur Matth. 5, 37; ahd. mhd. jd, nhd. nnl. 
ja, agf.gea, engl.yea, altfrief. je Br.76. altn.jd, I'cliwed. 
dän.y«. Der Itainm diefer partikel iii dunkel, fchon die co- 
pula jali fcheint durch ein lüllix aus ihr entfprungen (f.270); 
mit dem ahd. verbo jehan, praet. jah darf man fie nicht 
zufaminenllellen, da dieles jehan unorganilch aus einem 
alleren eihhan erwachfen lein muß *). 
Übrigens wird jd fubftantivifch als ein neutrum ge 
braucht (f. 539), vvie folgende mhd. Helle belegt: ein jd 
gegeben und da:5 gehalten amgb, 22 a . 
Die Schweden und Dänen unlerfcheiden von ihrem 
ja ein gleichfalls beiheuerndes, aber weniger antwor 
tendes jo! 
Statt des agf. gea erfcheint gewöhnlich die ver- 
llärkte form geje oder gije, die aus der einfachen par- 
s ^tikel und dem verbo fe ZI fi (iit) enlfpringt, und w el 
cher die verüärkle Verneinung neje parallel lauft. Zu 
weilen findet lieh die geinination gije lä geje ! (ja, ach 
ja!) Boelh. 16,4 (Rawl. 36- Card. 88)« Dem gefe ent- 
lprieht engl. yes. Ganz verlebieden davon ilt das den 
Schweden geläufige ja fä (ja to), womit die mannigfal 
tig iten erwiederungen ausgedrückt werden **). 
Nhd. pflegt dem ja, verftärkend oder vielmehr 
verfeinernd, das adv. wohl beigefügt zu werden: 
ja wohl! auch ein bloßes wohl! reicht hin, die 
verlicherung auszudrucken. In einzelnen theilen Nie- 
derdeutfchlands ilt diefes jawol! fo verbreitet, haß 
*) nämlich golh. äikan, praet. äiäik (ZZ lat. ajere) fordert 
ein ahd. eihhan, praet. Iah (wie läikan, läiläik ein ahd. leihhan, 
liah). Dies iah wandelte (ich mit der zeit in jah (ohngefähr wie 
mhd. ie in nhd. je) und aus jah bildete man nun nach einer an 
dern conjug. das piaef. jehan, giliu! tibrig von dem orgauifcheii 
ahd. eihhan fcheint das pari, ineihhan (gramm, 2,810). 
Clarkes travcls. Lond. 1823. 4. 111. 2,206.
        

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