Full text: Deutsche Grammatik. - Teil 3

© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 21 
III. pronorninalb. zuj. fetz, praeßxe. äippis. 59 
eiswes entfprungen. etlich, etlih (Stalder dial. p. 120) 
etzlich, et welch, et zw eich Laben lieh reiner bewahrt. 
d. es fragt lieh, ob diele hildung auch den nieder- 
deutfchen dialecten zuzufprechen ili? Im agf., in der 
altf. E. H. keine fpur, und gerade in dem ahd. fchrift- 
fteller, der lieh dem altf. mehr nähert, im T., wird 
fie, wo ich nicht irre, auch nicht angetroffen *). Zw^ar 
im irmd. fcheint lie nicht ganz unbekannt, im Sfp. % 20 
(Hoineyer) ein feltnes ittelik (aliquis), der .TeuloniÜa 
gibt etwcin, etzlik, et zweit und es gilt ein nnl. ettellk; 
ninl. beifpiele fehlen mir durchaus. Auch das br. wb. 
2, 690 hat ein zweideutiges idtlih. Jm ganzen fcheint 
fchon die einltimmende form hochd. einffuß auznzeigen. 
Wie kann nun das praefix erklärt werden? vor al 
lem ift offenbar, daß die formen etes und ete in der 
bedeutung zufammenfallen; jene fcheint frühere, diefe 
fpätere. Mhd. hff. fchwanken zwilchen beiden, man 
vergleiche die cilate aus den Nib. oder Diut. 3, 52. 53, 
wo ethiieh, etelich, etlich, etslich nebeneinander liehen. 
Wenn daher im gloffar zu Barl. 458 a eteswenne durch 
Zuweilen, etwenne durch einmal erläutert wird, fo 
Hießen diefe ganz richtigen bedeutungen nicht aus ver- 
fchiedenheit der form. Einzelne fälle ich einen gleich 
wohl etes oder ete vorzuziehen, z. b. Halt des mhd. 
eteswer und etewa% Endet lieh kaum etewer und 
eteswag. 
Sodann weife ich die anlicht ab, etwag fei — iht- 
wag. wie könnte das ahd. eddes, ethes für ihtes liehen, 
da lieh nicht einmal ehtes gefchrieben findet ? wie das 
mhd. ihtes ein ahd. ehtes fein, da ihtes m iehtes, 
ahd. iowihtes lautet ? welche ähnJichkeit fände halt 
zwilchen eddeswag und iowihteswag? Allerdings gibt 
es, wie Dummer 19* lehrt, mhd. pronominalbildungen 
ihtesiht, ihteswag; allein lie haben, außer der bedeu 
tung, nichts gemein mit eteswag, etewag. 
Man könnte ferner darauf verfallen, das S in etes 
wer, eteswenne, eleslich, fei wie in i eil ich und in 
fwer, fwenne zu nehmen, nämlich aus fo zu deuten. 
Dies widerlegen die ahd. formen eddeswer , eddeswanne, 
wofür niemals eddeföwer, eddeföwanne vorkommt. Auch 
für etelih lieht bei T. fum, für etewag bloßes wag oder 
iihwag.
        

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