Full text: Deutsche Grammatik. - Teil 3

692 ///. diminution der eigennamen. 
(a. 985); Teupaldus qui et Teuzo % 401 (a. 995); Re- 
ginbertus qui et Regizo 2, 359 (a. 982); Ingelerius 
qui et Irigezo, % 429 (a. 1000). Teuzo ilt jenes Dielz, 
Dietze (aus Dietbald, Dippold, Diether oder Dietrich); 
Regizo (oder Reginzo? wie bei Neugart nr. 749) könnte 
auch rr Reitz liehen. In ahd. urkunden erfcheinen: 
Penzo, Panzo, Thiezo, TJozo, Ruozo (entweder Ruodolf, 
oder Ruoderih), Chuonzo y Chuozo, Reizo, TVinizo, 
Razo, Mazo (aus Madalfrit?), Theginzo (aus Thegan- 
hart?) Neug. nr. 749 * Pcizo (aus Patafrit?) *), Sizo oder 
Sizo (aus Sigifrit oder Sigiperht), meiftens, wie die 
diin. auf -il, in fchwacher form, zuweilen auch noch 
mals verkleinert, z. b. Diezili, Razili. Doch zuweilen 
gehen Ile auf -i aus, namentlich Mezi (aus Madal- 
berht?), Ozi, das ich aus Otfrit deute und dem ein 
fpäteres Ötz, analog dem Götz entfprechen würde; es 
könnte für Ozio, O^o liehen? Alle zu erklären un 
ternehme ich nicht; es inüßen dabei mehrfache rück- 
lichten erwogen werden; den oft vorkommenden nainen 
Zuozo rechne ich nicht hierher , fondern halte ihn 
für Zuo^o, woraus Zuo^ilo — gotli. Tölila verklei 
nert wird. 
Weibliche nainen diefer Zform begegnen 7 feitner, 
find aber gewis häufig genug gewefen. Ich habe mir 
angemerkt: Hizila ZZ Hiltipurh aus Hufchbergs Orten- 
burg. Sulzb. 1828. p. 68o nochmals verkleinertes Hiza; 
Metze MS. 2,56 b . 64 a . 1, l4 a , Matze MS. 2,59 b 62 b , dein 
wohl zufammenfetzung mit madal- unterliegt, Madal- 
hilt ? der naine muß io gangbar gewefen fein, daß daraus 
fpäterhin die bedeutungme^e ZT dirne, jungfrau hervorgehen 
konnte; Kilnze MS.2,57 a ahd. Chuniza, aus Chunihilt? 
und von dem männl. nainen Chuonzo, Kuonze (aus Chuon- 
rät) MS. 2, 57 b zu unterfcheiden; Götze MS. 1, l4 a 
vermuthlich aus Gotahilt oder Gotalint; Hetze MS, 
1, 14 a vielleicht aus Hadalint, Hadaburc? 
Dem hochd. Z hätte in fächf. denkmälern ein T zu 
entfprechen; wirklich findet lieh Sitto ~ ahd. Sizo 
oder Sizo aus Sigibert gebildet (vgl. Wedekinds noten 
zu gefchichtfchr. 1, 98); Patto (ein bifchof von Verden 
hieß fo) “ Pazo; Fritto in einer alain. urk. von 744 
fchwerlich aus Pacificus, wie Ecc. fr. or. 1, 699 annimmt, 
wenn auch ein lat. dichter Pazo, Patto in Pacificus Tollte über 
tragen haben. Mit mehr fcheiu führt man Matz auf Matthias, 
Matthes zurück (brifch 552 c )»
        

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