Full text: Deutsche Grammatik. - Teil 3

642 ii/. comparation. der Zahlwörter, 
andlova könnte ein lifun und ein ordinales lifuma an- 
zeigen, womit lieh die cardinalzahlen äin und tva com- 
ponieren, um den begrif XI und XII auszudrücken 
Von einem den lie hen firn furi, fimfuma ?, das lieh dem 
pandfehan, pandfehama näherte, ilt nicht das geringfle 
za 1 puren; das zweite F und vor ihm das M fcheint 
lieh aus dem nachfolgenden ordinalen X entwickelt zu 
haben, wie das aeol. ns/uns — nerve durch ne/umos 
erläutert wird; ähnlichen urfprung mag der Klaut ha 
ben, der fich in quinctus vor dem T liervorthat und 
in das cardinale quinque iibergieng* 
Wir fehen, daß in fibun, niun, taihun und in dem 
daraus gefolgerten Xibunia, niuma, tai'huma dem M kein 
T vorausfteht; ebenfowenig in ncivan, navctmas, novem, 
nonus; dafdn, dafämas, decem, decimus. Hieraus 
ergibt lieh, daß das T in faptan , faptamcis , feptem, 
feptimus, enva, eßSopog nicht zur Wurzel gehört, 
fo organifcli es in der bildung ilt. Das flav. fedm, 
Jedmyi fetzt vermuthlich ein älteres Jebdm, febdmyi 
voraus und fein DM gleicht dem in eßdojuos. 
Umgekehrt hat die deutfclie fprache in ahtdu, all- 
tuda M fahren laßen, aber T behalten und aus der 
ordinal- in die cardinalzahl übertragen. Ebenfo beim lat. 
octo, octavus, gr. oztcu, oySoos , während das fanfkr. 
afchtan, afchtamas, das litth. afzturii, afztuntas in 
beiden reihen beide confonanten zeigt, das flav. o//w, 
ofrnyi bloß M ohne T. Der Wurzel gehören nur die 
buchftaben aA, o^. Bei VI erfcheint in keiner einzigen 
fprache M, in allen ordinalien aber T: fanfkr. fchafchta, 
lat. fextus, gr. emo$ , goth. faihfia, litth. /zej'ztas, 
flav. fchefiyi; ohne daß es in den fünf erft genannten 
der cardinalzahl beigelegt würde: fanlkr. fchafch, Jat. 
fex, gr. *§, goth. faihs, litth. fzefzi. Nur die flav. 
fprache führt den Tlaut auch in die cardinalreihe ein, 
indem fie Jcheß (fex) neben fcheftyi (fextus), fo wie 
pjat (quinque), devjat (novem), defjat (decem), neben 
pjatyi (quinlus), devjatyi (nonus), defjatyi (decimus) 
lägt, folglich bei V. VI. IX. X ihut, was die übrigen 
fprachen nur bei VIII zu thun pflegen. 
Offenbar haben T und M in diefen Zahlwörtern ganz 
analoge kraft und bedeutung, nämlich fuperlativifche, 
urfprünglieli nur in der ordinalen reihe gedenkbare. 
Ihre theilweife allmäliche herübernahme in die cardinale 
erläutern und beweifen lieh gegenfeitig. Es darf als
        

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