Full text: Deutsche Grammatik. - Teil 3

634 HI- comparation. der Zahlwörter. 
fich ungehindert beides in ftarker oder fchwacher 
declination. 
5. Was endlich den vocal vor den fieigernden con- 
fonanten angeht, fo Ich eint vor dein ST nach M z, 
vor dem ST nach II 6 zu herfchen (hindumilt, hinla- 
röft); vor dein Z überall 6 (frumöza, hinlaröro), ob 
gleich noch mehr golh, belege wünfchenswerth wären. 
Vor dein M aber zeigt lieh organ ifches u (fruma, af- 
tuma, iniduma), das fpäter in a (alid. mittamo) oder 
unbeltimmbares e (agfi. inedema) ausarlet. Vor dem 
K iindet fich a (abd. hintaro , hintaroro, hintaröit), 
das auch die partikel hintar, untar, widar, golh. hindar, 
undar enthalten, es leidet aber in andern dialecten als 
dem ahd. häufig fyncope (golh. vijra, u. I*. w.). 
V. Steigerung der Zahlwörter. 
Gardinalzahlen können nicht compariert w r erden. 
von den ordinalien aber gilt was vorhin f. 632 von 
andern localadjecliven gefagt wurde; auch fie drücken 
eine beftimmte ftelle in der Ordnung aus und fcheinen 
inlofern wiederum unlteigerbar. Denn wer der erlte, 
oder zehnte oder hunderlfte ift, kann es nicht in höhe 
rem oder hochiiein grade fein, vielmehr findet fich hier 
eben jede progrelfion durch andere Ordinalzahlen be 
zeichnet und wenn der hundertfte, taufendiie als ein 
iüperlativgipfel angefehen werden Toll, müfte jedwede 
dazwifchen liegende zahl für eine comparativifche an- 
näherung dazu gelten. Allein die ordinalien bieten 
gleichfalls zwei einander entgegengefetzte richtungen 
dar, die zu der cardinalzahl eins gehörige ordinale ilt 
ein l'uperlativbegrif ebenwolil als die, welche von der 
cardinalzahl laufend gebildet wird. Wenn der laufendiie 
der oberlie, fo ilt der erlte der unlecfte, aber auch nin- 
gedreht darf der erlle als der oberlie, der taufendiie als 
der unlerlte betrachtet werden. Und es ficheint ein 
tiefer zug aller fiprachen, wie fie bei den begriffen oben 
und unten u. fi. w. überall comparativ- und fuperlaliv- 
formen zulaßen und verinifchen, daß fie beide gleichfalls 
auf die Ordinalzahlen angewendet wißen wollen. Wir 
fragen daher, wenn eine Ordinalzahl erkundigt werden 
fioll, der wievielte oder der wieviel fie? indem wir für 
diefen fall das fonlt keine fteigerung leidende adj. viel 
im voraus auf die form der antwort einrichten. Nicht 
ohne bedeulung aber ilt, daß comparativifche form le 
diglich der zweizahl, als der eriten Hufe über eins,
        

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