Full text: Deutsche Grammatik. - Teil 3

508 HI* genus. grammciiijckes. abftracter fubjt, 
Jiyge in die zweite decl. getreten. Alfcn. hugr, jriir, 
fidr, nach der erften decl., dau<5i (mors) fchwachfor- 
mig; grdd (aviditas), hurigr (fames) beide neutral.— 
Diefe goth. inafc. auf -us gleichen den lat. vierter decl, ) 
wie gufius, appetitus, habitus. 
2. Ableitende doppelpocale. Hier weiß ich nur 
einen einzigen fall zu erwähnen, der dazu 2,95 überle 
ben wurde. Dort lieht behauptet, daß das golli. Al 
bloße flexion, keine derivation fei. Allein es ilt deri 
vativ in dem fühlt. armdio (eleeinofyna) Matth. 6,1.23, j 
welches aus dem verbuin arman, armaida (iinp. anuai) i 
entfpringt und den characterifchen diphthong auch in 
der ableitung fefthält, ebenfo wie er in bäuäins aus 
bäuan, bauäida haftet. Nach der analogie laßen fich 
andere folche feminina denken, z. b. faliäio von faftan, 
nicht fowohl um den act des faftens, als das der falle 
halben beobachtete auszudrücken. Parallel wäre ein aiul, 
armddy das nirgends vorkommt, und doch fo oft Vor 
kommen könnte; man behielt lieber das fremde wort 
oder richtete es für deutfche obren ab. 
3. Das genus abftracter fubft. confonantijeher ablei 
tung kann, mit bezug auf das zweite capitel, fchneller 
betrachtet werden. 
AL läßt ftarke inafc. und neulra zu, deren genus 
oft in einander überfpielt. Goth. ma\>ls, mapls? (concio), | 
ahd. madal, agf. rnäiel, ich w r eiß nicht ob inafc. oder [ 
A ^ neutrum V; ahd. wantal, waridel (converlio), mhd. nhd. ' 
'-fff 1 * wandet überall inafc.; ahd. zddal (inopia, efuries) gl ( 
inonC. 323. N. 87, 10. mhd. zdclel I’arc. 5476. 5639. 
zScU'M' 1 ** Bari. 374« 376 gleichfalls männlich; mhd. tadel (repre- 
^ lienfio) Frib. Trift. 1372. Lf. 2, 238 (beidemal auf adel I 
gereimt), nhd. tadel inafc.; ahd. adal (genus, nobilitas) 1 
‘ gl. Jun. 245. vermuthlich neutrum, wie mhd. adel MS. '• 
2, 244 b amgb. 32 a Frib. Trift. 56. doch nlid. adel inafc,; j 
ahd. zulval (dubium) 0. III. 8, 79. 26, 5 neutrum, mhd, P 
zutpel inafc. Trift. 907. nhd. zweifei inafc.; mhd. gamel 
(jocus) a. w. 1, 61* unficheres gefchlechts und überhaupt 
fei tue form ftatt des gewöhnlichen gamen; mhd. tumel j 
(tumultus) pf. Ch. 6056- nhd. taumel inafc.; mhd. mar- \ 
mel (torpor) gramm. 2,334 amu., unlieber; ahd. louhl 
(praeftigium), mhd. goukel MS. 2, 255 b gleichfalls unli 
eber. — Starke fein, nur fdivala, fela (anima), vgl. • 
oben f. 390; dagegen viele fcliwache fein, dritter decl, 
aus adj. geleitet, z. b. ahd. wadali (egeltas), urßuodall 
(refurrectio), vravali (temeritas) u. a. m, gramm. 2,101
        

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