Full text: Deutsche Grammatik. - Teil 3

494 III. genus. grammatifches. abjtracter fubft. 
© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 21 
goth»fctggvs, allä.Jdnc; gotli. i'dveit, mhd. itewi%; goth, 
gild, xi 1 h d. gelt (inafc. und neu Ir.); alid. Ion male, und 
neutr.; mild, lop male, und neutr.; ebenfo gemach, urige- 
mach; desgleichen zwilchen inafc. und fern.: mhd. her und ; 
ftere; var und väre ; twäl und twdle; gewalt (inafc.) ge- 
u>alt (fein.) vielleicht mit unterfchiedner bedeutung, indem 
das inafc. violentia, das fein, vis ausdrückte? mhd. bdc, ahd. 
haga. Es gibt fubft., die in demfelben dialect, ja bei ei 
nem dichter, in allen drein gefchlechtern gelten, fo ahd, 
puoh, puohha y fo gebraucht Hartmann im Iw.Ws männ 
lich 3047. 7785, weiblich 4362. 4813, neutral 2157; ein 
mhd. fern, und neutr. underjeheit ilt angeführt und es 
könnte auch männlich gebraucht werden. Seltner fchwan- 
ken fein, und neutrum: ahd, Jalp, nhd .falbe; gotli. Johz, 
nhd. buch; ahd. lapa, mhd. lap; ahd. zit fein, und neutr, 
Im nnl. dialect find zumal neutra beliebt, er fagt liet 
verlies (jactura) liet onderwis (inftructio). 
£. jenes adjectivifche beftätigt lieh auch darin, daß 
einzelne der angeführten männlichen und neutralen 
fubitanliva geradezu adjectiva find, vgl. die mhd. inafc. 
arc, vrum, zart, gefunt, billich oder billich ? Trift. 
6429* 9374. 10062. 13772* 17787. 18027; das ahd. mhd. 
inafc. fein (0.1. 17, 36 die adjectivform feinag), das ahd. 
mhd. neutr. [er und leit, das mhd. liep, das goth. neutr. 
Jve (proprium), das mhd. nhd. neutr. guot, gut und ein 
gleiches gilt noch von andern, nicht hierher gehörigen, 
z. b. dem mhd. inafc. valfch (falütas) Parc. 3197. 3468* 
4765. MS. 1, I52 b und dein abgeleiteten ahd. nhd. neutr. 
upily übel. Bei dem fubft. mein (nefas) Ich eint der ab- 
leitungsvocal verloren, denn ich kenne nur ein adj, 
meini, mhd. meine. In der lat. fprache wird bloß das 
adjectivifche neutr. fubftantivifch verwendet, wie ma- 
lum, bonnm zeigen. Diele deutfehen fubft. gleichen 
zu farnmengefetzten eigenpamen, deren zweites wort ad- 
1 ‘ectiv war, welches, wenn es zweiter decl. folgte, lein 
! wegwirft, wie jenes mein aus meini, vgl. die grainin, 
2, 581 gegebnen beifpiele. Weibliche fubft. diefer art 
könnten im goth. Vorkommen, wo giba mit blinda 
zufaininentrifft, nicht im ahd. mhd., wo kepa von 
plintu, gebe von blindiu ab weicht. Sollten aber nicht 
die offenbar adjectivifehen abd. ferninina fruma und 
giworia, mhd. [rum, gewon bei der 1, S02« 803 ange 
regten frage, welches die ujrfprüngliche fLexion des 
weibl. nominativs ilt, erwogen werden inüßen? lie 
ich einen zu bezeugen, daß das alid. adj. früher einmal
        

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